Erneuter Zwischenfall
Afghanistan: Norwegischer Soldat bei Anschlag getötet

Bei einem Raketenangriff in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist ein norwegischer Soldat der Internationalen Schutztruppe (ISAF) getötet worden. Ein weiterer norwegischer Soldat sei leicht verletzt worden, sagte eine ISAF-Sprecherin am Montag.

HB KABUL. Wie die Sprecherin weiter mitteilte, wurde am Vorabend das mit vier Soldaten besetzte Fahrzeug in der Hauptstadt Kabul vermutlich von einer Werfergranate getroffen. Ein Soldat habe bei der Explosion leichte Verletzungen erlitten. Der Vorfall ereignete sich auf der östlichen Ausfallstraße nach Dschalalabad. Im Großraum Kabul sind 6500 Isaf-Soldaten zum Schutz der afghanischen Hauptstadt im Einsatz, unter ihnen auch rund 1700 Bundeswehr-Soldaten.

Bei einem Raketenangriff auf einen Isaf-Stützpunkt war in diesem Monat bereits ein Soldat verletzt worden. Bei zwei Anschlägen im Januar kamen eine kanadischer und ein britischer Isaf-Soldat ums Leben. Insgesamt starben elf Isaf-Soldaten seit 2003 - alle durch Anschläge mit Sprengstoff, durch Minen- Explosionen oder bei Selbstmord-Bombenanschlägen.

Seit längerem intensivieren die radikal-islamischen Taliban-Milizen, die im US-geführten Afghanistan-Krieg von der Regierung in Kabul vertrieben worden waren, wieder ihre Angriffe. Dabei machen sie auch vor Überfällen auf ausländische Mitarbeiter von Hilfswerken nicht Halt.

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