Erpresser-Mail an Foleys Eltern
Wie IS tickt

Vor der Ermordung des US-Journalisten James Foley haben sich die Terroristen der IS per E-Mail an seine Eltern gewandt. Lösegeld wollte die Regierung Obama nicht zahlen – die Eltern baten in einer Antwort um Gnade.
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DüsseldorfDas grausame Youtube-Video schockierte in dieser Woche die Welt. Kurz nach der Ermordung des US-Journalisten James Foley durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wird jetzt eine E-Mail der Extremisten an die Eltern des Getöteten öffentlich. Gerichtet ist sie an die US-Regierung und an ihre Bürger, die der Regierung wie „Schafe“ folgen.

„Wir haben euch mehrere Gelegenheiten gegeben, über die Freilassung eurer Leute durch Geldtransaktionen zu verhandeln, so wie andere Regierungen es akzeptiert haben“, heißt es darin. Der Veröffentlichung der E-Mail in der „Global Post“ stimmten die Eltern des Journalisten laut dem US-Nachrichtenmagazin zu. In der Mail ist von „Vergeltung“ die Rede und dem Preis, die die USA zu zahlen hätten.

Vor Foleys Hinrichtung hatte IS monatelang versucht, die Eltern zur Zahlung eines Lösegelds zu bewegen. Als sie mit ihren Forderungen nicht durchdrangen, informierten die Dschihadisten die Eltern knapp eine Woche vor der grausamen Tat, dass ihr Sohn nun getötet werde. Als Begründung führten die IS-Kämpfer die US-Luftschläge im Nordirak an.

In der Nacht vom 13. August - sechs Tage vor Veröffentlichung des Enthauptungsvideos auf Youtube - erhielten Foleys Eltern die kurze Nachricht, dass ihr Sohn hingerichtet werden solle. Die Familie habe die Ankündigung an die US-Behörden weitergeleitet, berichtet der Chef des Online-Nachrichtendiensts der „Global Post“, Phil Balboni.

Das FBI half den Eltern, ein Antwortschreiben aufzusetzen. „Es war eine Bitte um Gnade“, sagt Foleys Chef. Sie hätten versucht zu erklären, dass James ein unschuldiger Journalist gewesen sei, der das syrische Volk respektiert habe. Nachdem weder US-Präsident Barack Obama noch Foleys Eltern auf die Forderungen eingegangen waren, wurde James Foley ermordet – die Hinrichtung wurde aufgezeichnet und bei Youtube veröffentlicht.

Kommentare zu " Erpresser-Mail an Foleys Eltern: Wie IS tickt"

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  • Norbert Wolter
    ich stimme Ihnen absolut zu. Besser kann man es nicht sagen.
    Die Detuschen sind bequem und hochgradig verblödet. Gerade die jüngere Generation, mit denen ist nichts ehr anzufangen.
    Zu meiner Zeit, als ich jung war, hätte es von Unis aus schon lägst massive Demos gegeben

  • "Wie ticken die Rothschilds" wäre auch mal interessant.

  • "Wie IS tickt"[i] ?
    (oder wie Propaganda funktioniert!)



    .Ist James Foleys Tod ein FAKE?
    .
    ... fragen sich Internet-Nutzer, ob es nicht wieder eine inszenierte Aktion war. Denn die Bestätigung der USA, dass Video sei echt, kam verdächtig schnell. In einer Diskussion auf der US-Internetplattform Reddit wurden fundierte Zweifel erörtert.


    (epochtimes.de/)

    wenn so passend, von den MassenMedien untersützt, die gute US "Politik" hervorgehoben wird - sind Zweifel Pflicht!

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