Erste Auslandsreise
Deutsche Außenpolitiker werfen Trump Unglaubwürdigkeit vor

Trump hat mit Saudi-Arabien einen milliardenschweren Rüstungsdeal abgeschlossen. Nun reist er nach Israel weiter. Das Weiße Haus bewertet den Auftakt der ersten Auslandsreise positiv, doch es gibt Kritik aus Deutschland.
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RiadDas Weiße Haus gibt sich zum Ende der ersten Auslandsstation von US-Präsident Donald Trump und vor seiner Weiterreise nach Israel stolz und optimistisch: „Wir haben schon jetzt sehr viel von dem erreicht, was wir erreichen wollten“, hieß es aus Beraterkreisen Trumps am Sonntagabend. „Wir können nach den Vereinbarungen von Riad alle stolz sein.“

Trump habe eines klargemacht: „Was „Amerika zuerst“ wirklich bedeutet“, hieß es weiter. Der Slogan aus der Antrittsrede des Präsidenten, der viele vor den Kopf stieß, bedeute vielmehr, mit dem Blick auf amerikanische Interessen nun mit anderen Partnern auf der Welt zusammenzuarbeiten. „Dabei werden wir traditionelle und nicht-traditionelle Wege gehen.“

Weiter hieß es, man stehe nach der Station Saudi-Arabien erst am Anfang einer Partnerschaft, die auf völlig neuen Grundlagen basiere. „Viele unserer Gesprächspartner hier in Saudi-Arabien haben uns und dem Präsidenten gesagt, dass sie sich an ein solches Ausmaß an Vertrauen gar nicht erinnern können. Dieses ist ein nie da gewesener Moment der Partnerschaft.“

Trump habe sich in seiner Rede zum Islam mitnichten so „weich“ gezeigt, wie das in vielen Berichten nun dargestellt werde, sagte der Berater weiter. Trump sei in seiner Ansprache sehr deutlich gewesen und habe amerikanische Interessen immer im Blick.

Trump hatte sich dafür ausgesprochen, dass die arabischen Staaten in ihrer Region selber für Ordnung sorgen mögen. Es wurde ein milliardenschwerer Waffendeal abgeschlossen. Eine harsche und grundsätzliche Kritik am Islam wie noch im Wahlkampf übte Trump in Riad nicht.

Deutsche Außenpolitiker wiederum haben dem US-Präsidenten nach seinem Auftritt vor Staatschefs islamischer Länder Unglaubwürdigkeit vorgeworfen. Trumps Rede in Saudi-Arabien zum Kampf gegen den islamistischen Terrorismus werde den aktuellen Aufgaben nicht gerecht, sagte Rolf Mützenich, Vizefraktionschef der SPD im Bundestag, am Sonntag der „Welt“. „Nach seiner pauschalen Kritik am Islam anlässlich seiner Einreisedekrete und seinem Wahlkampf klingen viele Aussagen unglaubwürdig und teilweise martialisch.“

Der außenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag, Omid Nouripour, sagte: „Trump hat in seiner Rede zum ersten Mal versucht, den Graben nicht zwischen den Religionen zu ziehen, sondern zwischen Terrorismus und Freiheit.“ Aber: „Das Problem ist, dass es diese Haltung auch im eigenen Land leben müsste. Deshalb bleibt er leider unglaubwürdig.“

Mit dem während des ersten Besuchstags von Trump in Saudi-Arabien am Samstag verkündeten „Mega-Rüstungsdeal“ habe der US-Präsident ein „massives Signal der Eskalation“ gegeben. „Gegenüber seinen Geschäftspartnern tut er nun so, als hätte er Kreide gefressen. Doch diese Haltung hat keine innere Wahrheit.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wieso Trump kritisieren? Er sollte uns ein Vorbild sein! Wir erhöhen unseren Militäretat jetzt auch gewaltig, genauso, wie gefordert. Die ganzen Flugzeugträger schicken wir in die Ostsee, um den Russen auf die Pelle zu rücken. Und die Saudis werfen endlich die Russen aus Syrien raus. Es geht voran!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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