Erste Demonstration der demokratischen Opposition: Lage in Haiti bleibt angespannt

Erste Demonstration der demokratischen Opposition
Lage in Haiti bleibt angespannt

Unbekannte Täter haben am Sonntag bei der ersten Kundgebung der Demokratischen Plattform fünf Menschen erschossen. Mehr als zwanzig wurden verletzt, wie Radiosender berichteten. Auch mehrere ausländische Journalisten wurden den Berichten zufolge von Kugeln getroffen, ein mexikanischer Journalist kam ums Leben. Als Täter wurden die "Chimères“, bewaffnete Anhänger von Ex-Präsident Jean-Bertrand Aristide, vermutet. Sie unterdrückten in der Vergangenheit bereits jegliche Demonstrationen gegen Aristide.

HB PORT-AU-PRINCE. Nachdem am Freitag noch mehrere Tausend Anhänger Aristides in Port-au-Prince für dessen Rückkehr demonstriert haben, hatten sich am Sonntag über Zehntausend Menschen im Vorort Petion-Ville eingefunden. Sie zogen friedlich zum Nationalpalast, um den Rücktritt Aristides zu feiern. Auf Transparenten forderten sie einen Prozess gegen den Ex-Machthaber.

Amerikanische und franzöische Soldaten, sowie haitianische Polizisten begleiteten den Umzug, um Zusammenstöße mit Anhängern Aristides zu verhindern, welche sich am Nationalpalast zu einer Gegendemonstration formiert hatten. Die Menge löste sich jedoch noch vor Ankunft der Anti-Aristide-Demonstration wieder auf. Die Soldaten sollen sich, Augenzeugenberichten zufolge, von den Demonstranten entfernt haben, bevor die ersten Schüsse aus der Richtung des Polizeihauptquartiers gefallen sind.

Unterdessen sucht die siebenköpfige Kommission zur Wahl eines neuen Ministerpräsidenten weiter nach einem geeigneten Kanditaten. Momentan ist der Geschäftsmann und frühere Regierungschef Smarck Michel im Gespräch. Er könnte die Nachfolge von Yvon Neptune antreten, der noch von Aristide ernannt worden war.

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