Erste Ergebnisse am späten Abend
Reformer Tadic Favorit bei Wahl des Präsidenten in Serbien

In Serbien hat die Stichwahl um das Präsidenten-Amt begonnen. Laut Umfragen liegt der Reformpolitiker Tadic vor dem Nationalisten Nikolic.

HB BERLIN. Rund 6,5 Millionen Stimmberechtigte in Serbien sind aufgerufen, über den künftigen Präsidenten zu entscheiden. Zur Wahl stehen der Ultranationalist Tomislav Nikolic von der Radikalen Partei Serbiens (SRS) und der Chef der oppositionellen Demokratischen Partei (DS) des ermordeten serbischen Regierungschefs Zoran Djindjic, Boris Tadic.

Während sich Tadic für Reformen und den Anschluss des Landes an die EU und die Nato einsetzt, steht Nikolic für die Idee eines Groß-Serbien. Laut Umfragen liegt der Reformpolitiker Tadic vor dem Ultranationalisten Nikolic. Eine geringe Wahlbeteiligung würden demnach vor allem Nikolic nützen, da dessen Anhänger als disziplinierte Wähler gelten. Die Wahllokale schließen um 20.00 (MESZ), erste Ergebnisse wurden am späten Abend erwartet.

Nikolic und Tadic hatten sich in einer ersten Wahl vor zwei Wochen gegenüber ihren Konkurrenten behauptet. Auf Nikolic entfielen damals 30,4 Prozent der Stimmen, auf Tadic 27,6 Prozent, weshalb eine Stichwahl zwischen beiden nötig wurde.

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