Erste gemeinsame Erklärung
Kolumbiens Rebellen lehnen Frieden ab

Die beiden größten kolumbianischen Guerillagruppen FARC und ELN wollen sich im Kampf gegen den Staat zusammenschließen. Sie lehnen Friedensverhandlungen mit der Regierung von Präsident Alvaro Uribe strikt ab.

HB/dpa BOGOTÁ. Zugleich verständigten sie sich in einer gemeinsamen Erklärung vom Montag auf das Ziel, eine „demokratische und patriotische“ Alternativregierung zu bilden. Den konservativen Uribe und dessen Regierung bezeichneten sie als „illegitim und faschistisch“ sowie als „Feind des Friedens und Kriegstreiber“.

Es war die erste gemeinsame Erklärung der marxistischen „Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC) und des an Kuba orientierten „Nationalen Befreiungsheeres“ (ELN) seit dem Amtsantritt Uribes im August vergangenen Jahres. Uribe lehnt Verhandlungen mit den Rebellen ohne eine Waffenruhe ab. Mit US-Militärhilfe versucht er stattdessen, die Rebellen militärisch zu besiegen. Ein Ende des vor fast 40 Jahren begonnenen Konflikts ist nicht in Sicht.

Bei der Explosion einer Paket-Bombe wurden im Süden Kolumbiens fünf Menschen getötet und 40 weitere verletzt worden. Der vermutlich von den FARC gelegte Sprengsatz sei am Sonntag beim Verladen am Anleger des Flusshafens des Ortes Puerto Rico in der Provinz Meta explodiert, berichtete die Zeitung „El Tiempo“ am Montag unter Berufung auf die Behörden. Zunächst war von sieben Toten bei der Explosion einer auf einem Boot versteckten Bombe die Rede gewesen. Am Vortag hatten FARC-Rebellen einen Journalisten an einer illegalen Straßensperre erschossen und einen Kollegen von ihm verletzt.

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