Erste Hochrechnungen
ANC führt bei Südafrika-Wahl

Nach der Parlamentswahl in Südafrika hat der regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) am Donnerstag ersten Ergebnissen zufolge in Führung gelegen. Die Beteiligung war so groß, dass in einigen Wahllokalen zeitweise die Stimmzettel knapp wurden.

HB JOHANNESBURG. Nach Auszählung von 15 Prozent der abgegebenen Stimmen kam der ANC auf 63 Prozent. Mit verlässlichen Ergebnissen wurde am Abend oder am morgigen Freitag gerechnet.

Für die Wahl am Mittwoch hatte sich eine Rekordzahl von 23 Millionen Bürgern registrieren lassen. Die Behörden erklärten, dass vermutlich mehr als 80 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben haben.

Bei der letzten Wahl im Jahr 2004 war der ANC auf einen Anteil von 69,9 Prozent gekommen. Nach einem heftigen Wahlkampf wurde es für möglich gehalten, dass der ANC diesmal die Zweidrittelmehrheit verfehlt haben könnte. Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stand die Kontroverse um ANC-Chef Jacob Zuma. Erst zwei Wochen vor der Wahl stellte die Generalstaatsanwaltschaft ein Korruptionsverfahren gegen ihn ein.

Die Vorsitzende der Oppositionspartei Demokratische Allianz (DA), Helen Zille, bezeichnete Zuma am Mittwochabend als eine „Ein-Mann-Verfassungszerstörungsmaschine“. Für die DA wurden bei der Wahl etwa zehn Prozent der Stimmen erwartet. Drittstärkste politische Kraft ist vermutlich der Kongress des Volkes (COPE), der im vergangenen Jahr von ANC-Dissidenten gegründet wurde.

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