Erste Schritte für Neuwahlen
Übergangsregierung im Libanon gebildet

Der designierte libanesische Ministerpräsident Nagib Mikati hat eine neue Regierung gebildet. Er kündigte an, sich um eine schnelle Entlassung aller pro-syrischen Sicherheitschefs im Land zu bemühen.

HB. BEIRUT. Die Übergangsregierung soll die für Mai geplanten Wahlen vorbereiten. Die 14 Mitglieder des Kabinetts, in dem alle wichtigen Gruppen vertreten seien, würden noch im Laufe des Tages zusammenkommen, kündigte Mikati an. Mikati war am Freitagabend von Lahoud mit der Regierungsbildung beauftragt worden, nachdem die Opposition ihre Unterstützung für ihn angedeutet hatte.

Er sagte zu, dass eine schnelle Entlassung aller pro-syrischen Sicherheitschefs im Land unterstützen werde. Damit kam er Forderungen der Opposition entgegen. Die Opposition verdächtigt Syrien, hinter einem tödlichen Anschlag auf ihren Anführer Rafik Al-Hariri im Februar zu stecken.

Das Attentat auf den ehemaligen Regierungschef Rafik Hariri am 14. Februar hatte zu regierungsfeindlichen und anti-syrischen Massenprotesten in Libanon geführt. Die Regierung von Omar Karami war daraufhin Ende Februar zurückgetreten. Der frühere Außenminister Mahmud Hammud und der ehemalige Innenminister Elias Murr werden auch dem neuen Kabinett angehören. Die übrigen Mitglieder sind Neulinge.

Der Libanon steht seit fast 30 Jahren unter starkem Einfluss Syriens. Die Vereinten Nationen, die USA und die libanesische Opposition haben in jüngster Zeit jedoch massiv ihren Druck auf Syrien erhöht, sich aus dem Nachbarland zurückzuziehen. In der Folge hat Syrien in den vergangenen Wochen fast sein gesamtes Militär aus dem Libanon abgezogen.

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