Erste Treffen seit Jahren: Friedengespräche für Kaschmir

Erste Treffen seit Jahren
Friedengespräche für Kaschmir

Mehr als zwei Jahre lang herrschte Sendepause zwischen den Erzrivalen Indien und Pakistan. Jetzt soll neuer Schwung in die Friedensgespräche gebracht werden.

HB ISLAMABAD. Vertreter der Außenministerien beider Länder kamen am Montag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einem dreitägigen Treffen zusammen, um über die Beilegung des jahrzehentelangen Konflikts um die umkämpfte Himalaya-Region Kaschmir zu beraten. Beide Seiten sprachen von Fortschritten sowie einer „herzlichen Atmosphäre und einem konstruktiven Herangehen“. Ziel dieser Gespräche über Gespräche sei die Einigung auf eine Tagesordnung, die Struktur und den Zeitrahmen von Verhandlungen.

Indien und Pakistan haben bereits drei Mal Krieg gegeneinander geführt, davon zwei Mal um Kaschmir. Die Nachbarstaaten, die beide über Atomwaffen verfügen, standen zuletzt vor rund zwei Jahren wegen des Kaschmir-Konflikts am Rande eines Kriegs. Indien hat in der Vergangenheit Pakistan vorgeworfen, Unabhängigkeitsbestrebungen in dem indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir zu unterstützen. Der Bundesstaat ist der einzige in Indien mit überwiegend moslemischer Bevölkerung. In Pakistan leben fast ausschließlich Moslems. Pakistan hat aber die Unterstützung moslemischer Untergrundkämpfer in Kaschmir bestritten.

Die jetzt begonnenen Gespräche basieren auf einer Übereinkunft des indischen Ministerpräsidenten Atal Behari Vajpayee und des pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf im vergangenen Monat. Hinter den Gesprächen stehe der politische Wille von Vajpayee und Musharraf, erklärte das pakistanische Außenministerium. Es gebe neuen Schwung und der müsse erhalten werden.

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