Erster Angriff während des Ramadan
Viele Jugendliche bei Überfall in Algerien getötet

Mehrere Jugendliche sind bei einem Überfall in Algerien getötet worden. Die Behörden verdächtigen islamische Extremisten.

HB BERLIN.

Bei einem Überfall südlich der algerischen Hauptstadt Algier sind am Samstag 16 Menschen getötet worden. Laut einer offiziellen Mitteilung handelt es sich bei den Opfern zumeist um Jugendliche, die sich auf dem weg zu einem Fußballspiel befunden hätten. Für die Tat seien vermutlich islamische Extremisten verantwortlich. Der Überfall habe sich auf einer Straße nahe der Stadt Medea ereignet. Bei der Tat handelte es sich um den ersten Angriff der Extremisten während des Fastenmonats Ramadan. In vergangen Jahren hatten die islamistischen Rebellen während des für Muslime heiligen Monats zahlreiche Menschen getötet.

In Algerien tobt seit zwölf Jahren ein Bürgerkrieg. Die Unruhen begannen 1992, nachdem die Armee die Parlamentswahl abgebrochen hatte, aus der offenbar die fundamentalistische Islamische Heilsfront (FDIS) als Sieger hervorgegangen wäre. Mehr als 120.000 Menschen wurden seither getötet. In den letzten Jahren hat die Zahl der Gewalttaten jedoch abgenommen. Viele der Extremisten gaben nach einem Amnestieangebot der Regierung 1999 ihre Waffen ab.

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