Erstes Halbjahr 2011
Irisches Defizit über zehn Milliarden Euro

Das irische Haushaltsdefizit hat bis Ende Juni mehr als zehn Milliarden Euro betragen. Und das obwohl die Einnahmen erstmals seit Langem wieder zulegten.
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LondonDas irische Haushaltsdefizit ist im ersten Halbjahr 2011 noch einmal um rund eine Milliarde Euro auf 10,8 Milliarden Euro gestiegen. Diese Zahlen liegen aber im Rahmen der Planungen der Regierung für die Sanierung des maroden Staatshaushaltes. Die Steuereinnahmen bleiben mit 15,3 Milliarden Euro zwar leicht hinter den Erwartungen zurück, Experten werteten die Zahlen dennoch als Erfolg, weil die Einnahmen in den ersten sechs Monaten ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeuten. In den vergangenen drei Jahren waren die Steuereinnahmen kontinuierlich gefallen.

Irland musste im vergangenen Herbst nach einer schweren Immobilien- und Bankenkrise unter den Euro-Rettungsschirm von EU und Internationalem Währungsfonds schlüpfen, und erhielt ein Hilfspaket von 85 Milliarden Euro. Im Gegensatz zu Griechenland erfüllen die Iren bislang allerdings alle an das Paket geknüpften Bedingungen. Den Vorgaben zufolge soll das Haushaltsdefizit bis Ende des Jahres auf zehn Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung sinken und bis 2014 auf drei Prozent schrumpfen.

Im ersten Quartal wuchs die irische Wirtschaft um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Diese Zahlen schürten die Hoffnung, dass es der Regierung in Dublin gelingt, wie geplant 2013 an die Kapitalmärkte zurückzukehren. Experten warnen allerdings, dass für die Erholung in den ersten drei Monaten nur die Exportwirtschaft verantwortlich war, während die Binnenwirtschaft mit einem Minus von 4,3 Prozent den heftigsten Einbruch seit Beginn der Statistik im Jahr 1997 erlebte. An den Finanzmärkten wird die Gefahr, dass es bei den irischen Staatsanleihen in den kommenden fünf Jahren zu einem Zahlungsausfall kommt derzeit mit etwa 45 Prozent bewertet.

Eine eindeutig positive Nachricht kam gestern für die irische Regierung von der jüngsten Bevölkerungsstatistik. Der letzten Volkszählung zufolge ist die Einwohnerzahl der Insel seit 2006 um 8,1 Prozent gestiegen. Damit wurden vorerst Befürchtungen zerstreut, dass es ähnlich wie während der Rezession der 80er Jahre zu einer Emigrationswelle kommt und junge und gut qualifizierte Arbeitskräfte massenhaft ins Ausland abwandern.

Kommentare zu " Erstes Halbjahr 2011: Irisches Defizit über zehn Milliarden Euro"

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  • "träumen" tust nur du, von deiner sinnlos petition.
    im übrigen, wieso sollte ich da unterschreiben??? ich bin ja 100%ig pro esm, wie die überragende mehrheit vernünftig und klar denkender deutscher, außer euch paar rückständigen und ignoranten hinterwäldlern.

  • Immer schön weiter träumen @daytrader wir werden deine Bewährungshelferin demänchst fragen ob wir dich umbennen können in @daydreamer

    und nicht vergessen hier gegen ESM unterschreiben. Auch als Ausländer kannst Du hier mitmachen. Willkommen in Deutschland.

    https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=18123

  • denkst du, wenn man griechenland nicht hilft, würde dein h4 erhöht???
    was sagt eigentlich dein sachbearbeiter, dass du hier den ganzen tag komische geschichten schreibst, statt dich zu bewerben und um einen job zu kümmen???

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