Erstes Todesopfer
Uno-Polizist stirbt nach Krawallen im Kosovo

Die jüngsten gewaltsamen Ausschreitungen im Norden des Kosovos haben ein erstes Menschenleben gekostet. Ein Uno-Polizist aus der Ukraine ist an den schweren Verletzungen gestorben, die er am Montag bei Zusammenstößen mit Kosovo-Serben erlitten hatte.

HB MITROVICA. Das Leben des Mannes habe trotz einer Notoperation nicht gerettet werden können, teilte das ukrainische Innenministerium mit. Der Ukrainer sei von einer Handgranate getroffen worden. Die Sicherheitskräfte seien zuvor mit 50 bis 60 Granaten angegriffen worden. Nach Angaben von Nato und Vereinten Nationen wurden Soldaten und Polizisten bei den Krawallen in der serbischen Enklave Mitrovica auch mit automatischen Waffen beschossen.

Am Montag war es im Anschluss an die Räumung eines Uno-Gerichtsgebäudes in Kosovska Mitrovica zu den schwersten Ausschreitungen seit der Unabhängigkeit der früheren serbischen Provinz gekommen. Noch bevor der Tod des Polizisten bekannt wurde, äußerte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon Bedauern über die gewaltsame Eskalation. Er rief die serbische Regierung auf, ihren Einfluss geltend zu machen, damit sich derartige Zwischenfälle nicht wiederholten.

Der russische Uno-Botschafter Witali Tschurkin kritisierte dagegen die Entscheidung der Uno-Polizei, das Gebäude zu stürmen. Es hätte auch die Möglichkeit von Verhandlungen zur Lösung des Konflikts gegeben, sagte Tschurkin.

Russland, das die Unabhängigkeit des Kosovos vehement ablehnt, appellierte an die muslimischen Länder, die frühere serbische Provinz trotz ihrer mehrheitlich muslimischen Bevölkerung nicht als Staat anzuerkennen. Vor einer Reise in den Nahen Osten warnte Außenminister Sergej Lawrow in einem Zeitungsinterview davor, Separatisten weltweit Auftrieb zu geben.

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