Erstes Verhandlungsergebnis
Opponenten in der Ukraine wollen Krise durch weitere Gespräche beilegen

Nach dreistündigen Verhandlungen haben sich Regierung und Opposition in der Ukraine auf die Einrichtung einer Arbeitsgruppe geeinigt, um die Krise beizulegen.

HB BERLIN. In der Ukraine haben sich Regierung und Opposition in ersten Gesprächen darauf verständigt, in einem festen Rahmen weiter über eine Lösung der Krise zu verhandeln. Wie der scheidende Präsident Leonid Kutschma am Freitagabend mitteilte, soll dazu umgehend eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, in der unter Beteiligung eines Vermittlers nach einer Lösung gesucht werden soll. Kutschma hatte zuvor drei Stunden lang mit Oppositionsführer Viktor Juschtschenko, Premier Viktor Janukowitsch und den Vermittlern Javier Solana und Alexander Kwasniewski gesprochen.

Kutschma sagte, alle Seiten hätten ihren Willen zur gewaltlosen Beilegung des Konflikts um die - nach Meinung der Opposition manipulierte - Präsidentschaftswahl beteuert. Nähere Informationen zu den Verhandlungen teilte er nicht mit. Aus Verhandlungskreisen hieß es, eines der Themen sei die Wiederholung der Stichwahl vom vergangenen Sonntag gewesen.

Der polnische Staatspräsident Kwasniewski hatte beiden Parteien einen Dreipunkte-Plan vorgelegt, der Gespräche zwischen den rivalisierenden Parteien, eine Neuauszählung der Stimmen und eine Verpflichtung zum Gewaltverzicht vorsieht. Die Lage in dem Konflikt bezeichnete er als «mehr als schwierig.»

Kutschma dankte vor der Sitzung den europäischen Vermittlern für ihre Anstrengungen, «dass diese Gespräche stattfinden» und der Konflikt nicht auf der Straße ausgetragen werde.

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