Erstmals Geheimdienstmitarbeiter in Bagdad vor Gericht
US-Geheimdienstler wegen Misshandlung vor Gericht

Ein Mitarbeiter des amerikanischen Militärgeheimdienstes ist wegen Misshandlung von Gefangenen im Irak angeklagt worden. Er bekannte sich schuldig.

HB BERLIN.

Erstmals hat sich ein Mitarbeiter des US-Militärgeheimdienstes wegen der Misshandlung von Insassen in einem US-Gefängnis im Irak vor Gericht verantworten müssen. Die Staatsanwaltschaft wirft Armin Cruz vor, im Gefängnis Abu Ghraib nackte Gefangene über einen Flur getrieben und die Männer anschließend mit Handschellen aneinander gekettet zu haben. Cruz bekannte sich schuldig.

Bisher hatten nur Gefängniswerter einer Reserve-Einheit unter Anklage gestanden. Der Specialist aus Texas gehört dem 325. Militärgeheimdienst-Bataillon an, der Prozess gegen ihn wird in Bagdad geführt. Ihm drohen bis zu einem Jahr Haft, eine Degradierung, ein Verweis wegen Fehlverhaltens sowie eine Gehaltskürzung.

Ein Urteil von Richter James Pohl wurde noch im Laufe des Tages erwartet. Bisher wurde wegen des Folterskandals bereits der Militärpolizist Jeremy Sivits zu einem Jahr Haft verurteilt. Er hatte sich zu Misshandlungen in vier Fällen schuldig bekannt. Sechs weitere Mitglieder der 372. Militärpolizei-Kompanie, einer Reserve-Einheit aus Maryland, sind angeklagt.

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