Erstürmung der Roten Moschee
Auch Frauen und Kinder unter den Opfern

Bei der Erstürmung der Roten Moschee in Islamabad sind, anders als zunächst dargestellt, nicht ausschließlich Militante getötet worden. Nach Angaben der pakistanischen Regierung seien doch mindestens 15 Frauen und Kinder getötet worden. Und noch immer gehen bei den Behörden Anzeigen über vermisste Koran-Schüler ein.

HB ISLAMABAD. Zwischen 50 und 60 der 75 bei der Militäraktion Getöteten seien militante Islamisten gewesen, der Rest Frauen und Kinder, berichtete die Zeitung „Dawn“ am Samstag unter Berufung auf Innenstaatssekretär Kamal Shah. Zunächst hatte es offiziell geheißen, es seien ausschließlich Militante getötet worden. Augenzeugen hatten nach der Aktion von Hunderten von Leichen berichtet.

Der Regierung war von Kritikern deswegen vorgeworfen worden, sie verschleiere die wahre Zahl der Toten, um einen Aufschrei in der Öffentlichkeit zu verhindern. Die Regierung hatte vor dem Sturm auch erklärt, es befänden sich zahlreiche Frauen und Kinder in der Gewalt der Islamisten.

Mittlerweile sind bei den Behörden zahlreiche Anzeigen über vermisste Koran-Schüler eingegangen. Nach offiziellen Angaben sind bei der einwöchigen Belagerung und Erstürmung der Moschee und der angeschlossenen Koran-Schule insgesamt 102 Menschen ums Leben gekommen, darunter elf Soldaten.

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