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Eskalierende Unruhen: Revolution vertreibt Ausländer aus Ägypten

Chaos in Kairo: China, USA und die EU-Länder fliegen ihre Bürger aus, deutsche Firmen lassen die Produktion in dem Land ruhen. Auch die ägyptische Elite flieht – nur deutsche Touristen planschen munter weiter am Roten Meer.

In Kairo patrouilliert Militär, Regierungsgebäude brennen - viele Staaten evakuieren ihre Bürger. Quelle: dpa
In Kairo patrouilliert Militär, Regierungsgebäude brennen - viele Staaten evakuieren ihre Bürger. Quelle: dpa

HB KAIRO. Wegen der Unruhen in Ägypten haben zahlreiche Staaten damit begonnen, ihre Bürger aus dem Land auszufliegen. Neben der deutschen Lufthansa und Air India organisierten am Montag auch die USA, China, Japan und Türkei zusätzliche Flüge, um Staatsangehörige die Möglichkeit zur Heimkehr zu bieten.

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Rund 140 Deutsche verließen am Montag Kairo in Richtung Flughafen. Der Transport war aus Sicherheitsgründen von der Botschaft organisiert worden. Ausreisen sollen vor allem Angehörige von Diplomaten und anderen Deutschen, die in der ägyptischen Hauptstadt arbeiten.

Unterdessen startete von Frankfurt aus eine Sondermaschine der Lufthansa, um Menschen aus Ägypten auszufliegen. Der Jumbo-Jet startete kurz vor 8.00 Uhr nach Kairo, wie der Flughafenbetreiber Fraport und die Lufthansa mitteilten. Nach der Landung in Ägypten soll das Flugzeug am Nachmittag dort wieder abheben und zurückkehren.

China schickte zwei Flugzeuge nach Kairo, um 500 am Flughafen gestrandete Staatsangehörige abzuholen, wie Air China und Hainan Air mitteilten. Auch Japan ließ nach Angaben des Außenministeriums rund 500 Bürger in der ägyptischen Hauptstadt einsammeln und nach Rom bringen.

Das griechische Außenministerium erklärte, mindestens zwei Militärmaschinen stünden für die Evakuierung von Staatsbürgern bereit. Auch die irakische Regierung schickte ein Flugzeug auf den Weg. Die australische Regierung hat ebenfalls angekündigt, seine Staatsbürger aus Ägypten auszufliegen - kostenlos.

In den Feriengebieten fernab der Großstädte herrscht aber weiterhin Ruhe: Deutsche und russische Urlauber reagierten zunächst gelassen auf die Unruhen und brachen nach Angaben der Reiseveranstalter ihren Urlaub nicht ab. Aus Deutschland sind mehrere tausend Feriengäste im Land, aus Russland rund 40.000. Der Reiseveranstalter Thomas Cook flog am Sonntag noch Touristen aus Deutschland ein. Die belgische TUI-Travel-Tochter Jetair kündigte dagegen einen Evakuierungsplan an.

  • 31.01.2011, 14:24 UhrAnonymer Benutzer: Nebelkerze

    Er fälschte Wahlen und geht gewaltsam gegen die Opposition vor: Nun will die EU Sanktionen gegen den Präsidenten verhängen.

    Nein, nicht gegen Mubarak, sondern gegen Lukaschenko.

  • 31.01.2011, 14:09 UhrAnonymer Benutzer: James

    Die Ägypter lassen sich die Diktatur eines 82 jährigen nicht mehr gefallen. Die Jahre der Armut, Willkür und Folter sollen endlich vorbei sein. Jetzt können die USA mal zeigen, wie wichtig es ihnen mit der Demokratie wirklich ist. Die israelis behindern die ägyptische Revolution aus reinem Egoismus und ohne Skrupel. in Gaza leben noch immer tausende unter erbärmlichen Umständen. Erst Tunesien, jetzt Ägypten und später die ganze islamische Welt.

  • 31.01.2011, 13:47 UhrAnonymer Benutzer: jugen

    ohne die Anwesenheit unserer russischen Mitmenschen da unten, kann man dort jetzt endlich mal entspannt Urlaub machen.....wer will da schon weg:-)

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