Eskalierender Konflikt
Furcht vor einem Krieg wächst

Nach Angaben des israelischen Militärs ist die israelische Hafenstadt Haifa vom Libanon aus mit einer Rakete der Hisbollah-Miliz angegriffen worden.

HB JERUSALEM. Berichte über mögliche Opfer gab es zunächst nicht. Die Hisbollah dementierte allerdings umgehend und erklärte, sie habe keine Rakete in Richtung Haifa geschossen.

Haifa ist mit 250 000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Israels und liegt etwa 30 Kilometer von der libanesischen Grenze entfernt. Insgesamt wurden zuletzt mehr als 80 Raketen aus dem Libanon Richtung Israel abgefeuert. Die meisten davon waren jedoch abseits von Haifa gelandet. Ein israelischer Diplomat sagte am Donnerstagabend, der Treffer in Haifa bedeute eine „sehr, sehr große Ekalation“ der Situation.

Israel hatte am Donnerstag seine Militär-Offensive gegen den Libanon ausgeweitet. Bei den israelischen Luftangriffen wurden libanesischen Sicherheitskreisen zufolge mindestens 52 Zivilisten getötet, die meisten davon im Südlibanon. Israel wirft seit Donnerstagabend über Beirut Flugblätter ab, in denen die Bevölkerung davor gewarnt wird, Einrichtungen der Hisbollah aufzusuchen.

Die heftigste Gewalt zwischen den beiden Ländern seit zehn Jahren schürte weltweit die Sorge, der Nahe Osten stehe vor einem weiteren Krieg.

Der UN-Sicherheitsrat hat für Freitag eine Sondersitzung anberaumt. Der französische UN-Botschafter Jean-Marc de la Sabliere sagte am Donnerstag, das öffentliche Treffen sei auf Anfrage des Libanon angesetzt worden. Sowohl Vertreter Israels als auch des Libanon würden eingeladen, sich vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) zu den Kämpfen in ihrem Grenzgebietzu zu äußern. Zudem solle ein UN-Vertreter über die Lage informieren.

Israel hatte zuvor libanesische Häfen blockiert und die Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Regierung in Jerusalem reagierte damit auf die Entführung israelischer Soldaten durch die libanesische Hisbollah-Miliz.

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