ESM-Chef
Euro-Krise könnte in drei Jahren vorbei sein

Klaus Regling glaubt an ein absehbares Ende der Schuldenkrise. Nach Meinung des EMS-Chefs dauert es nur noch zwei oder drei Jahre, bis alle Euro-Länder ihre Haushaltsdefizite unter drei Prozent des BIP gedrückt haben.
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BerlinDer Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, hält ein Ende der Euro-Krise in zwei bis drei Jahren für möglich. „Gut die Hälfte“ der Arbeit sei getan, sagte Regling der Zeitschrift „Focus“ laut Vorabbericht. „Es sind gute Fortschritte erzielt worden. Es dauert noch zwei oder drei Jahre, dann haben alle Euro-Länder Haushaltsdefizite unter drei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts, und sie sind auf gutem Wege zu einem ausgeglichenen Haushalt.

Auch bei der Wettbewerbsfähigkeit holen die Länder, die hier in der Vergangenheit stark zurückgefallen sind, deutlich auf.“ Die ursprünglichen Annahmen zur Entwicklung in Griechenland seien jedoch zu optimistisch gewesen.

Regling mahnte, bisher erzielte Fortschritte bei der Bekämpfung der Schuldenkrise in Italien nicht wieder infrage zu stellen: „Die Reformpolitik von Ministerpräsident Mario Monti hat die Zinsen sinken lassen. So etwas ist nie für alle Zeit gesichert. Wenn es zu einem Politikwechsel käme, könnten diese Erfolge schnell wieder verspielt sein“, sagte Regling.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • @ Delinix
    Noch etwas, ich freue mich für Ihren Optimismus, der verschafft Ihnen Energie. Um zu gewinnen, sollte der sich aber nicht in Selbstherrlichkeit versteigen. Das wäre die Garantie für die Niederlage. Ich willen Ihnen persönlich hier keine Selbstherrlichkeit unterstellen. Das wäre nicht ansatzweise gerechtfertigt. Politiker neigen aber zur Selbstherrlichkeit, insbesondere dann, wenn Ihnen der Optimismus ihrer Wähler sichtbar wird. Wenn also genug da sind, die wie Sie so optimistisch für die Freien Wähler sind, dann droht Ungemach. Auch die Freien Wähler tun gut daran, sich die Kritik ihrer Wähler zu erhalten, sonst gehen sie mit geschwollener Brust zur Hintertür raus. Immer schön wachsam bleiben, also!

  • @ Delinix
    Ich denke, dass weder die EU, noch GR an einer kurzfristigen Ölförderung interessiert sind. Solange man noch für selbstgemachte Euros oder Dollars Öl im Ausland kaufen kann, sollte man das tun und eigenes Öl als Reserve behalten. Geld ist ersetzbar, Öl nicht. Was anderes wäre es, wenn GR unter eigener Währung wieder hochkommen müsste. Dann ist das Öl eventuell der beste Turbo. Ich glaube auch nicht, dass die Deutschen derzeit an dem Öl interessiert wären, weil es teurer wäre, als bei anderen Förderern. Politischer Druck ist deshalb nicht zu erwarten. Das Schweigen zum Öl könnte derzeit auf Desinteresse beruhen.
    Wen meinen Sie mit Eurorettungsgegnern? Ich wüsste im Moment nicht, wer das sein soll. Eigentlich wollen alle am Euro festhalten, nur lassen die Euroverträge den Fortbestand des Euro nicht zu, wenn ein Euroland aussteigt, und gleichzeitig kann keiner aus der Eurozone verstoßen werden. Es müssten also neue Verträge her, die den Rauswurf erlauben. Dann könnte man auch restriktiver mit Verstößen umgehen bzw. wäre Disziplin im Eigeninteresse der Euroländer. Eurorettungsgegner sollten deshalb zu Euroselbsterhaltungsbefürwortern werden.
    Den Freien Wählern wünsche ich, dass sie schnellstmöglich zu eigener Stärke finden. Dabei dürfen sie keine Zeit mehr verlieren. Das Wohlwollen der Wähler ist ihnen sicher. Allerdings sind die potenziellen Wähler auch ausgesprochen skeptisch und würden jede Nähe der FW zu etablierten Parteien knallhart abstrafen. Deswegen ist Distanz zu den etablierten Parteien für die FW existenziell. Die sollten sie nach außen hin deutlich vertreten. Die Wähler wissen auch so, dass Politik sich heute nur in Nuancen unterscheiden kann, aber die müssen auch knallhart erhalten bleiben. Umfallen, Kuscheln und Durchwursteln a la FDP is nich. Die Wahlalternative muss authentisch und charismatisch sein. Das Glas ist für die FW nicht halb voll. Es stehen nur genug bereit, um einzuschenken. Die FW müssen es aber auch herumreichen

  • Teil 2
    „Zur rechten Zeit mit überzeugenden Argumenten aufzuwarten, halte ich für aussichtsreicher.“
    Das stimmt ganz sicher, aber dieses Argument gilt dann selbstverständlich auch für die Freien Wähler, denen Sie gerade vorwerfen, sie hätten keine Eigenständigkeit und kein alternatives Wahlprogramm.
    Abgesehen davon, dass dies nicht stimmt (bitte lesen Sie mal auf deren Webseite nach), kommt ganz sicher in den nächsten Monaten noch mehr an Informationen von dieser völlig neuen Partei.
    Meckern Sie nicht ;), bringen Sie sich lieber ein. Denn es werden immer Leute gesucht, die sich engagieren möchten.
    Skepsis ist gut, wenn man sich nicht ganz sicher sein darf.
    Ich aber bin mir ganz sicher, dass ich diese Euro-Rettung nicht will und dass ich dort helfe und mich dort engagiere, wo ich auf eine Institution treffe, die das auch nicht will. Denn allein kann ich doch rein gar nichts ändern.
    Skeptisch darf ich sein, wenn es dann mal an die Umsetzung geht und wenn dann etwas schief läuft.
    Vorher nicht.
    Liebe/r Merxdunix, das Glas ist eben halb voll und nicht halb leer.

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