Essay
Die dritte industrielle Revolution

Grüne Energie im Zusammenspiel mit großer Mobilität und modernen Speichertechniken verändert die industriell geprägte Wirtschaft massiv. Bestseller-Autor Rifkin stellt seine Thesen auf Facebook zur Debatte.
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Unsere industrielle Zivilisation steht am Scheideweg. Öl und die anderen fossilen Brennstoffe, auf denen unsere Lebensweise beruht, haben ausgedient, die durch sie entstandenen und vorangetriebenen Technologien sind antiquiert. Die auf fossilen Brennstoffen basierende industrielle Infrastruktur ist altersschwach und baufällig. Als Folge davon steigt die Arbeitslosigkeit überall auf der Welt in gefährliche Höhen. Staaten, Firmen und Verbraucher stehen die Schulden bis zum Hals. Eine Milliarde Menschen hungert - fast ein Siebtel der Weltbevölkerung, ein furchtbarer Rekord.

Schlimmer noch: Am Horizont droht infolge unserer auf fossile Energien gegründeten Industrien eine Klimakatastrophe mit möglicherweise verheerenden Auswirkungen auf unsere Ökosysteme. Befürchtungen von Klimaforschern und Biologen zufolge steht uns womöglich gegen Ende des Jahrhunderts ein Massenaussterben von Tier- und Pflanzenarten ins Haus, das das Überleben unserer eigenen Spezies infrage stellt. Wie zunehmend klar wird, brauchen wir ein neues ökonomisches Narrativ, das uns in eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft zu führen vermag.

Das Zusammentreffen neuer Kommunikationstechnologien mit neuen Energiesystemen haben die wirtschaftlichen Revolutionen bewirkt. Ein neues Energieregime ermöglicht nicht nur komplexere Wirtschaftsbeziehungen und einen erweiterten kommerziellen Austausch, es begünstigt auch dichtere und offenere soziale Beziehungen. Eine parallele Revolution im Kommunikationsbereich ermöglicht es, das neue Energiesystem zeitlich und räumlich zu organisieren.

Im 19. Jahrhundert bildeten dampfgetriebene Druckmaschinen das Rückgrat einer Kommunikationsinfrastruktur, die zusammen mit der ebenfalls dampfgetriebenen Eisenbahn erstmals umfassende Binnenmärkte erschloss. Dieses Zusammenspiel kennzeichnete die erste industrielle Revolution. Im 20. Jahrhundert wurden die elektronischen Kommunikationsmittel - zunächst das Telefon, später Radio und Fernsehen - die Medien, die das ölsüchtige Automobilzeitalter und den Massenkonsum der zweiten industriellen Revolution zusammenhielten.

Kommentare zu " Essay: Die dritte industrielle Revolution"

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  • Das Märchen der (angeblich) sauberen Energie glaubt doch niemand mehr. Zu durchsichtig sind die Interessenskonflikte der Mietmäuler aus den Wissenschaften und der Wirtschaftslobbyisten. Wer heute noch glaubt, dass Windräder und Solarzellen sauber hergestellt werden glaubt auch dass Zitronenfalter Zitronen falten.

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    Muß man für all die Erkenntnisse ein Buch lesen ?
    .

  • Unser einziger Parameter derzeit ist Gewinnmaximierung. Dieses eindimensionale Ziel ist natürlich nicht mehr zeitgemäßt. Durch die massiven Überschuldungen, veranlaßt durch unser Geld- und Bankensystem - Zinseszinseffekte seit der letzten Währungsreform!!!, sorgen für viele unnützen Produktionen und eine gigantische Logistikindustrie, welche Abgase produziert um uns billige Tomaten aus z. B. Spanien zu liefern. Wichtig ist es einen rasanten Schlußstrich mit der Verschuldung zu ziehen und unser Geldvermögen in Produktivitätsvermögen umzuschichten. Dies führt zu Sicherheit, zu Stabilität und auch zu aktivem Umweltschutz. Dies wird sehr genau im Buch Spielgeld- ein neues Wirtschaftssytem vom Autoren Stefan Groß beschrieben. Er stellt phantastische Lösungen für unsere Zukunft vor! Das ist echte betriebs- und volkswirtschaftliche Grundlagenarbeit und dazu noch verständlich geschrieben

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