Essens-Lieferung
USA unterstützen libysche Rebellen

Die USA begegnen dem libyschen Machthaber Muammar Gaddafi auch dadurch, dass sie seine Gegner unterstützen. Jene haben nun eine erste Hilfslieferung bekommen. Diese lassen sich aber nicht direkt zum Kämpfen nutzen.
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WashingtonIn der von den libyschen Rebellen gehaltenen Hafenstadt Bengasi ist am Dienstag eine erste Ladung mit Hilfsgütern aus den USA eingetroffen. Wie der Sprecher des Außenministeriums, Mark Toner, mitteilte, besteht die Ladung aus mehr als 10.000 Fertiggerichten. Weitere Hilfslieferungen mit Arzneimitteln, Stiefeln und Schutzkleidung befänden sich bereits auf dem Weg nach Libyen und würden dort in Kürze eintreffen.

Die jüngste Lieferung ist Teil eines von US-Präsident Barack Obama gebilligten Hilfspakets in Höhe von bis zu 25 Millionen Dollar (18 Millionen Euro), mit dem die libyschen Rebellen in ihrem Kampf gegen Machthaber Muammar al Gaddafi unterstützt werden sollen. Die aus überschüssigen Lagerbeständen des US-Militärs stammenden Hilfsgüter enthalten keine Gegenstände, die für militärische Zwecke genutzt werden können.

Unterdessen gab der Finanzverwalter der libyschen Opposition bekannt, dass er sich in Washington mit US-Vertretern treffen werde, um über einen möglichen Kreditrahmen für die libyschen Rebellen zu beraten. Ali Tarhuni sagte der Tageszeitung „The Seattle Times“, die Regierung der Rebellen würde durch libysche Vermögenswerte unterstützt, die derzeit aber von den USA und anderen Ländern eingefroren seien.

Der 60-jährige Tarhuni lehrte zuletzt Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Washington, kehrte jedoch in sein Heimatland Libyen zurück, um dort den Nationalen Übergangsrat der Opposition in der Funktion eines Finanzverwalters zu unterstützen. Er sei sich sicher, dass Gaddafi getötet oder gestürzt werde, da er in Libyen, der arabischen und muslimischen Welt und andernorts jegliche Legitimität verloren habe, sagte Turhani.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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