Ethische Unruhen Buddhisten in Birma setzen Moschee in Brand

Die Polizei ist überfordert und verhängt Ausgangssperren: Die Unruhen in Birma halten an. Buddhisten setzten nun eine Moschee in Meiktila in Brand. Mindestens 40 Menschen wurden in den vergangenen Tagen getötet.
11 Kommentare
Unruhen halten an: Abgebrannte Moschee in der Stadt Meikhitla. Quelle: dpa

Unruhen halten an: Abgebrannte Moschee in der Stadt Meikhitla.

(Foto: dpa)

RangunDie ethnischen Unruhen in Birma dauern auch nach einer Woche weiter an. In der Stadt Nattalin etwa 150 Kilometer nördlich der Wirtschaftsmetropole Rangun setzten in der Nacht zum Mittwoch etwa 200 randalierende Buddhisten eine Moschee in Brand, wie ein Vertreter der Polizei und ein Einwohner der Nachrichtenagentur AFP sagten. Nach Angaben des Einwohners zerstörten sie zudem mehrere Häuser. Die Polizei sei überfordert gewesen. Die Behörden verhängten weitere Ausgangssperren über mehrere Städte.

Schwere Unruhen in Birma

Die neuen Unruhen waren vor einer Woche in der zentralbirmanischen Stadt Meiktila ausgebrochen. Ganze Stadtviertel und mehrere Moscheen gingen dort in Flammen auf. Mehr als 12.000 Menschen flohen nach UN-Angaben aus der Stadt, über die der Ausnahmezustand verhängt wurde. Am Samstag übernahm die birmanische Armee dann die Kontrolle über Meiktila.

Insgesamt wurden in den vergangenen Tagen mindestens 40 Menschen getötet. Die Spannungen zwischen der buddhistischen Mehrheit und der muslimischen Minderheit in Birma waren während der jahrzehntelangen Militärdiktatur unterdrückt worden. Es besteht nun die Befürchtung, dass die Unruhen im Zuge der Demokratisierung des Landes zunehmen könnten.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • afp
Startseite

11 Kommentare zu "Ethische Unruhen: Buddhisten in Birma setzen Moschee in Brand"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Journalismus  ist, wenn man gruendlich recherchiert und beide Seiten zu Wort kommen lässt! Die Buddisten werden das nicht ohneGrund getan haben.

  • Gott ist unwahrscheinlich. Also schützen sie sich selbst und fangen endlich an ihr Leben zu genießen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • HeinzWerner: Sie stellen sich das wahrscheinlich so vor wie bei Willy Brandt, Albert Einstein, Friedrich Wilhelm Foerster, Oskar Maria Graf, Thomas Mann, Erich Maria Remarque, Kurt Tucholsky und Robert Stolz. So viel zu Fehlern der Vergangenheit. damit ist klar wessen Geistes Kind sie sind.

  • Nein, wir suchen unsere Neubürger in Zukunft nach Qualifikation und Gesundheit aus. Außerdem weisen wir Leute schneller aus. Außerdem muss das Gesetz betreff Staatsbürgerschaft reformiert werden, ein Entzug dafr kein Tabu sein um die Fehler der Vergangenheit zu revidieren.

  • Mir ist der Glaube von Gewalttätern vollkommen egal. Egal wo. Und sie sind ja nun auch nicht ein leuchtendes Beispiel für "gelebtes Christentum". Die Theisten sind belegbar die unmoralischste Bevölkerungsgruppe dieses Planeten.

  • @john
    Ja klar, und dafür schlachten wir auch mal eben ein paar anders denkende ...

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Muslime sind auch nicht gerade zimperlich, wenn es darum geht, Götteshäuser in Brand zu setzen.
    In Nigeria brennen öfters Kirchen.

  • "Ethische Unruhe" -- schreibt das Handelsblatt.
    Lustiger Verschreiber. Soll bestimmt "eEthnische Unruhen" heissen.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%