EU-Afrkia-Gipfel
Mugabe rügt „arrogante EU-Viererbande“

Mit scharfen Worten hat sich Simbabwes Präsident Robert Mugabe beim EU-Afrika-Gipfel gegen den europäischen Vorwurf der Menschenrechtsverletzungen in seinem Land gewehrt. Auch andere afrikanische Politiker reagierten heftig auf die Eröffnungsrede von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bei den von der EU angestrebten Handelsverträgen lässt es Afrika indes zum offenen Bruch kommen.

HB LISSABON. Diese Kritik zeuge von der „Arroganz“ einer „Viererbande“ aus Deutschland, Dänemark, Schweden und den Niederlanden, sagte Mugabe am Sonntag in Lissabon nach Diplomatenangaben. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich am ersten Gipfeltag nachdrücklich für die Einhaltung der Menschenrechte eingesetzt und für eine bessere Regierungsführung in Simbabwe geworben. Andere EU-Regierungschefs unterstützten sie.

„Wir haben nicht schon seit 100 Jahre eine Demokratie“, sagte Mugabe den Angaben zufolge. „Wir haben für Demokratie in unserem Land gekämpft“. Die Simbabwer hätten den britischen Kolonialherren zeigen müssen, was das für sie bedeute, erklärte Mugabe in der Gipfelrunde zu einem Zeitpunkt, als Merkel deutsche Journalisten traf. „Mugabe hat wohl gerade gesprochen. Das, was ich gesagt habe, das steht in diesem Zusammenhang fest“, sagte Merkel. Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana betonte in der Gipfelrunde, Merkel habe für die europäischen Staaten insgesamt gesprochen.

Der der senegalesische Präsident Abdoulaye Wade war Mugabe zuvor beigesprungen: Die „geschätzte Kanzlerin“ wisse einfach zu wenig von Simbabwe, sagte er vor Journalisten. „Leider sind die meisten ihrer Informationen nicht exakt.“

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