EU-Beitrittsverhandlungen mit Türkei
Auslandspresse: „Kein Beitrittskandidat wie andere“

HB HAMBURG. Die Presse in Europa hat am Dienstag die Aussichten der Verhandlungen mit der Türkei angesichts des internen Streits in der EU überwiegend skeptisch beurteilt. Einige Kommentatoren betonten jedoch die Chancen der Erweiterung:

„TAGES-ANZEIGER“ (Zürich): „Viel schlimmer wiegt (...), dass die EU, die sich doch so gerne auf dem internationalen Parkett mit den USA vergleicht, mit solchen diplomatischen Patzern und Kuhhandeln jegliche Glaubwürdigkeit zu verlieren droht.“

„LA REPUBBLICA“ (Rom): „„Die europäischen Regierungen (...) haben wieder einmal den Weg der Mehrdeutigkeiten und des Kompromisses vorgezogen.“

„KURIER“ (Wien): „Schüssels zwischenzeitliches Zähnefletschen wäre grundsätzlich selbst für einen Türkei-Befürworter zu verstehen gewesen. Der Zeitpunkt aber war unverständlich.“

„LUXEMBURGER WORT“: „Bislang hat die Türkei aber nur eine Schlacht, nicht den „Krieg“ gewonnen. Trotz offensichtlicher Winkelzüge Wiens ist erneut deutlich geworden, dass die Türkei kein Beitrittskandidat wie andere ist.“

„EL MUNDO“ (Madrid): „Die EU hat die vorige Erweiterung längst nicht verdaut. Da scheuen viele EU-Staaten davor zurück, ein Land mit 70 Millionen Menschen und einer völlig verarmten Wirtschaft aufzunehmen.

„LE SOIR“ (Brüssel): „Die Gespräche mit der Türkei beginnen also wirklich. Mit bleiernen Füßen: Wenige Hauptstädte zeigten eine überbordende Begeisterung.“

„THE GUARDIAN“ (London): „Für Europa wäre es sehr kurzsichtig gewesen, diese muslimisch geprägte, weltliche Demokratie abzuweisen - das hätte Populismus und Vorurteile begünstigt.“

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