EU-Energiekommissar
Oettinger will Libyen mit Ökostrom aufbauen

EU-Energiekommissar Günther Oettinger sieht Investitionen in Ökostrom als Chance für Wiederaufbau Libyens. So könne die Region wirtschaftlich gestärkt und damit stabilisiert werden.
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BerlinEU-Energiekommissar Günther Oettinger wertet Wind- und Sonnenstrom als Chance für den Wiederaufbau Libyens. Europa könne seine Förderinstrumente für die Länder Nordafrikas öffnen und so gleichzeitig von einem Ökostrom-Aufbau dort profitieren, sagte Oettinger am Montag bei einem Energiekongress in Berlin. „Wir brauchen für die Maghreb-Zone nicht nur gute Worte, sondern Konzepte“, sagte er mit Blick auf die Debatte zum Wiederaufbau Libyens. „Für den Mittelmeerraum wird Energie das beste Angebot sein.“ Europa müsse hier etwas tun, sonst würde man Nordafrika China oder dem Islamismus überlassen.

Zugleich könne Europa mit Investitionen dort mit wenig Geld viel für die weltweite Klima-Bilanz tun. Gelänge es mit Sonnenenergie etwa alte Ölkraftwerke in Algerien abzuschalten, sei für die friedliche Entwicklung in Nordafrika und den Klimaschutz viel erreicht. Auf Dauer werde die EU ohnehin die Subventionen beim Ökostrom nicht genehmigen können.

Ebenso biete Ökostrom aber auch Chancen für „unsere Sorgenkinder“ Portugal, Spanien und Griechenland. Griechenland könne sich nicht allein mit Oliven und Schafskäse sanieren. „Sonnenstrom wird für Griechenland eine entscheidende Rolle spielen“, sagte er voraus.

An Deutschland appellierte er, sich nicht gegen eine Harmonisierung der Förderung der Erneuerbaren Energien zu sperren. Es sei etwa bei Windstrom aus der Nordsee ohnehin kaum möglich zu entscheiden, was deutscher oder britischer oder dänischer Strom sei.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise ist Europa gefordert, mutige und wirksame Entscheidungen zu treffen. Als solche bietet sich das Tirol-Adria-Projekt an, welches sich auf folgende Überlegungen stützt.
    Straßen- und Bahnnetze wurden miteinander verbunden, Wasserstrassen nördlich und südlich der Alpen jedoch noch nicht. Ich erinnere daran, dass auch England den Bau des Suezkanals verhindern und an dessen Stelle eine Bahnverbindung herstellen wollte. Ich schlage daher vor, die Bahndurchstiche Koralpe-, Semmering- und Brennerbasistunnel durch den AlpenKanalTunnel für die Wasserstraße Donau-Tirol-Adria zu ersetzen, um effektiv eine europaweite Verlagerung auf das umweltfreundlichste Transportmittel zu erreichen.
    In Italien könnte man sich dadurch auch noch die Brücke über die Meerenge von Messina und den Tunnel für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Lyon-Turin, als Teil des Korridors 5 Lissabon-Kiev, ersparen, da über die Donau eine hervorragende Ost/Westverbindung bereits besteht, die das zehnfache des heutigen Verkehrsaufkommens abdecken könnte. Durch die Donau-Tirol-Adria-Schiffspassage würde sich Europa insgesamt fünf ..zig Milliarden Euro teure Projekte ersparen und die finanziell angeschlagenen Staaten Italien und Griechenland, ja den gesamten Adriaraum, näher an Europa und Europa näher an das Mittelmeer rücken und neue Perspektiven eröffnen.

  • Ich würde zu gerne mal eine Rede auf arabisch von ihm hören.

  • wir könnten dort auch schweine züchten

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