EU-Finanzregulierung: Trennbanken-System light

EU-Finanzregulierung
Trennbanken-System light

Das Trennbankensystem kommt – vor allem wegen der Einwände Großbritanniens aber nur in deutlich abgemilderter Form. EU-Finanzmarktkommissar Jonathan Hill will aber auch die abgeschwächte Version vorantreiben.
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London/BrüsselEU-Finanzmarktkommissar Jonathan Hill will die Pläne zur stärkeren Abtrennung riskanter Bankgeschäfte von den Spareinlagen der Kunden in abgemilderter Form vorantreiben. „Ich beabsichtige, damit weiterzumachen“, sagte Hill am Dienstag vor dem Oberhaus des britischen Parlaments.

Der britische EU-Kommissar hatte noch Anfang Dezember in einem internen Brief den Abschied von den Plänen eines Trennbanken-Systems als Option bezeichnet. Hill betonte nun, dass Veränderungen unausweichlich zu sein schienen.

So habe die lettische EU-Ratspräsidentschaft vorgeschlagen, das Handelsrisiko stärker zu berücksichtigen, wenn über eine Abtrennung dieses Bereichs entschieden würde. Im ursprünglichen Entwurf sollte das Handelsvolumen als Schwellenwert dienen.

Hill verwies zudem auf den Berichtsentwurf des EU-Abgeordneten Gunnar Hökmark (EVP), der sich gegen eine Aufspaltung von Banken ausspricht. Mitte März soll im Wirtschaftsausschuss des EU-Parlaments über Hökmarks Bericht abgestimmt werden. EU-Kommission, EU-Parlament und die EU-Staaten müssen sich auf eine gemeinsame Position einigen, um eine Regelung auf den Weg zu bringen.

In Deutschland gilt seit August 2013 das Trennbankengesetz. Es soll dafür sorgen, dass Privatkunden bei einer Bankenschieflage nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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