EU-Gipfel
Deutschland schlägt Öko-Kompromiss vor

Auf dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs der EU-Länder hat Deutschland als Ratsvorsitzender einen Kompromiss zum Ausbau erneuerbarer Energien vorgeschlagen. Er sieht zwar ein festes Ziel vor, öffnet den „Atom- und Kohlestromern“ unter den Mitgliedsstaaten aber ein Hintertürchen.

HB BRÜSSEL. Zwar solle der Anteil von Wind-, Wasserkraft-, Erdwärme-, Biomasse- und Solarstrom am Verbrauch in der EU bis 2020 auf 20 Prozent steigen, hieß es am Freitag in einem Entwurf für die Schlusserklärung des Gipfels in Brüssel. Doch müsse man flexibel sein, wie die Mitgliedsländer dieses Ziel erreichen. Dabei sollten die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen der Staaten berücksichtigt werden. Derzeit liegt der Anteil an erneuerbaren Energien bei 6,5 Prozent.

Diese Formulierungen sollen den Widerstand von Staaten wie Frankreich und Tschechien brechen, die besonders stark von der Atomenergie abhängen. Auch Polen, das sehr viel Strom aus Kohle gewinnt, hatte Bedenken angemeldet. Der Beschlussentwurf sieht zudem ein Ziel für den Anteil von Biosprit im Verkehr von mindestens zehn Prozent ab dem Jahr 2020 vor. Die Staats- und Regierungschef beenden ihr Gipfeltreffen im Laufe des Tages.

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