EU-Gipfel
Mario Draghi mahnt erneut Strukturreformen an

Beim EU-Gipfel hat EZB-Präsident Mario Draghi die Staats- und Regierungschefs erneut zu Strukturreformen ermahnt. Risiken entstünden vor allem dann, wenn die Anreize der Zentralbank wegfielen.
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BrüsselEZB-Präsident Mario Draghi hat die Staats- und Regierungschefs der EU erneut zu Strukturreformen ermahnt. Es berge Risiken, wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen nicht annäherten, sagte Draghi am Donnerstag beim EU-Gipfel einem EU-Vertreter zufolge. Dies sei vor allem dann der Fall, wenn die aktuellen Anreize durch die Europäische Zentralbank wegfielen.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, Draghi habe auf Strukturreformen gepocht. Dies gelte auch mit Blick darauf, dass Maßnahmen der Geldpolitik nicht unendlich dauern könnten.

Draghi hatte bei seiner monatlichen Pressekonferenz nach der EZB-Sitzung in Frankfurt gesagt, dass die Wirtschaft der Euro-Zone weiter auf die EZB-Hilfen in Form einer ultra-billigen Geldpolitik angewiesen sei. Dem EU-Vertreter zufolge wies Draghi in Brüssel zudem auf Risiken infolge des britischen EU-Austritts sowie die anstehenden Wahlen in mehreren Euro-Ländern hin. Diese dürften keine Ausrede sein, Strukturreformen auf die lange Bank zu schieben, mahnte Draghi den Angaben zufolge.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Zum Glück behält wenigstens der rechtschaffene Italiener den Überblick und mahnt an, dass die Einbeinigen den Sprintern schneller hinterherlaufen müssen.

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