EU-Gipfel
Merkel erwartet Fahrplan für Umbau der Eurozone

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht dem EU-Gipfel erwartungsvoll entgegen: Bis zum Ende soll ein konkreter Fahrplan für die nächsten Monate zum Umbau der Eurozone und dem Aufbau einer europäischen Bankenaufsicht stehen.
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BrüsselBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet vom EU-Gipfel konkrete Fortschritte und Ziele im Ringen um eine stabilere Währungsunion. „Wir werden einen Fahrplan aufstellen, wie wir in den nächsten Monaten weiterarbeiten", sagte sie vor dem Treffen mit ihren europäischen Kollegen am Donnerstagabend. Dabei gehe es vor allem darum, die Wettbewerbsfähigkeit der Euro-Staaten zu steigern, um die Währungszone krisenfest zu machen. „Bei unseren Beratungen wird es vor allem darum gehen, die wirtschaftliche Koordinierung zu verstärken", fügte sie hinzu.

Dass die Eurogruppe kurz zuvor die Auszahlung weiterer Notkredite für Athen beschlossen hatte, begrüßte Merkel. „Griechenland hat dafür natürlich auch große Anstrengungen unternommen." Auch die Einigung zu Aufgaben und Funktionsweise der europäischen Bankenaufsicht unter den Finanzministern sei „ein gutes Signal" und „ein großer Schritt zu mehr Verlässlichkeit und vertrauen in die Eurozone".

EU-Staats- und Regierungschefs sind in Brüssel zu Beratungen über den Umbau der Eurozone zusammengekommen. Ausgangspunkt der Diskussionen beim Gipfel ist ein Papier von EU-Ratschef Herman Van Rompuy, das eine mehrstufige Vertiefung der Währungsgemeinschaft vorsieht. Auf einen konkreten Zeitplan wollen die EU-„Chefs“ sich aber nicht festlegen. Bei der Reform geht es um Vorhaben wie die europäische Bankenaufsicht oder einen eigenen Haushalt der Länder mit der Gemeinschaftswährung.


dpa 
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Kommentare zu " EU-Gipfel: Merkel erwartet Fahrplan für Umbau der Eurozone"

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  • Der Fahrplan in die Hölle.

    Die EU ist eine sich erhebendes bösartiges Monster, das seine Bürger unterjochen und knechten will.

    Du wirst SCHULDSKLAVE der EUdSSR sein!

    Hier eine neue Wohltat, die uns Brüssel angedeihen lassen will:

    ARD Monitor 13.12.2012: Geheimoperation Wasser - EU fördert Wasserprivatisierung

    http://www.youtube.com/watch?v=Xq4ncp-iNNA

  • Liebe Frau Merkel,
    was nützt der Umbau in Europa, wenn die Wirtschaft unaufhaltsam den Bach runter geht. Was nützen Bankenunion und Bankenaufsicht, wenn die Wirtschaft in Europa zunehmend zusammenbricht.

    Womit bitteschön soll das Wirtschaftswachstum in den Südstaaten angekurbelt werden. Der Olivenhandel und die Tourismusbranche werden die nötigen und fehlenden Milliarden nicht einbringen können.

    Und wieder stelle ich die Frage:
    Wieso war der Wechselkurs für die EU-Länder für den Handel mit Waren vor der Einführung des Euro die wirtschaftliche Voraussetzung???

    Die Antwort, mit den Wechselkursen wurden die Wirtschaftsdefizite der einzelnen Staaten ausgeglichen. Damit ist die Wirtschaftskrise in Europa geklärt. Nicht der Euro ist das Problem. Die Gemeinschaftswährung ist das Problem. Der Euro könnte auch T-Euro oder X-Man heißen.

    „Marmorstein und Eisen bricht aber unsere Liebe nicht.“ Dieser Slogan wird in der europäischen Gemeinschaft nicht aufgehen. Am Ende steht die Scheidung.

  • Diesen Beitrag der ARD sollten Sie sich anschauen, dann wissen Sie wo unsere Politiker das Volk hingeführt haben.

    http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/432744_plusminus/12780738_altersarmut-laut-gesetz

    Niemand darf sich wundern, wenn die Stimmung ganz plötzlich sich gegen die Politiker dreht. Das war 1933 nicht anders.

    Das Volk wartet nur noch auf "Adolf". Ob er auch genau so heißt, das bezweifle ich.

    Begleitend weise ich auf den Fall "Mollath" und die "Unabhängigkeit der Justiz" hin. Heute ist zum ersten Mal der Name gefallen, der mit der "allgemein bekannten Person" gemeint sein könnte.
    http://www.politaia.org/politik/fall-mollath-offener-brief-des-richter-i-r-heindl-an-beate-merk/

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