EU-Gipfel

Merkel liegt im Euro-Endspiel hinten

Wer hat beim EU-Gipfel gewonnen? Italiens Premier Mario Monti und Kanzlerin Angela Merkel kämpfen erbittert um die Meinungsführerschaft. Monti führt - und will nun auch noch Euro-Bonds durchsetzen.
150 Kommentare

BrüsselAls Mario Monti am Freitag morgen um 5.20 Uhr vor die noch verbliebenen Kameras im EU-Ratsgebäude in Brüssel trat, wirkte der italienische Ministerpräsident sichtlich zufrieden. Monti gab sich als doppelter Punktsieger und wirkte trotz der langen Nacht frisch. Immerhin hatte die italienische Nationalmannschaft am Vorabend Deutschland bei der Fußball-Europameisterschaft besiegt. Und er selbst jubilierte, in den nächtlichen Verhandlungen der Euro-Gruppe sei endlich der Einstieg in die von Deutschland abgelehnten Eurobonds gelungen. Die nach nächtlichen Beratungen zustandegekommene Einigung sei "eine sehr wichtige Abmachung für die Zukunft der EU und der Eurozone", so Monti weiter.

Dem wurde am frühen Freitagmorgen zwar umgehend und etwas verschnupft von der Bundesregierung widersprochen. Aber tatsächlich hat es das Duo infernale der beiden angeschlagenen Euro-Staaten Italien und Spanien geschafft, gleich zwei Euro-Veranstaltungen gleichzeitig aufzumischen. In Brüssel blockierten beide Regierungen die Verhandlungen um den Wachstumspakt so vehement, dass einige Diplomaten von Erpressung sprachen. Und ausgerechnet die südlichen Euro-Staaten, die derzeit Rekordaufschläge für ihre Staatsanleihen zahlen müssen und panisch um Hilfen baten, bestreiten am Samstag das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft in Kiew.

Während Bundestrainer Jogi Löw nach dem Aus nur noch Wundenlecken bleibt, versucht Bundeskanzlerin Angela Merkel zu retten, was noch zu retten ist - ganz besonders mit Blick auf den demonstrativen Beschluss wegen der Opposition in Berlin, die am Freitagabend dem Fiskalpakt und dem dauerhaften Rettungsschirm ESM zustimmen soll.

Und so begrüßt Merkel die Ergebnisse des nächtlichen EU-Gipfel-Marathons und versucht diese als Bestätigung der deutschen Position zu interpretieren. Zwar solle künftig eine direkte Bankenhilfe aus dem Euro-Rettungsfonds möglich sein, allerdings werde die Europäische Zentralbank (EZB) dabei eine starke Rolle als "Super-Aufsichtsbehörde" spielen, sagte die CDU-Chefin in Brüssel. Insofern sei die Bundesregierung ihrer bisherigen Linie "treu geblieben", die da laute: keine Leistung ohne Gegenleistung und "keine Haftung ohne Kontrolle".

Merkel widerspricht Monti direkt
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150 Kommentare zu "EU-Gipfel: Merkel liegt im Euro-Endspiel hinten"

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  • @ barnie : Informieren Sie sich mal zum Thema "PSYOPS"...

  • ... bis die Verhältnisse in Restdeutschland noch schlimmer sind, als die jetzigen, in denen das griechische Volk leben und leiden muß...

  • ... so ergeht es dummen Schlafmützen...

  • und Clemenceau, Churchill, Thatcher... - die Geschichte ist keine neue, nur kennen sie die wenigsten genau genug, um verstehen und richtig interpretieren zu können, was vor sich geht.

  • @ vagabond : Dazu sollte man wenigstens 200.000 Euro (jetziger Wert) auf der Hinterhand haben und die richtigen Leute kennen und von ihnen lernen, wie man sich GEMEINSAM auf die "schlimme Zeit" konkret vorbereitet. Dazu gehört z.B. die Jägerausbildung...

  • Ja, margit11788, deshalb wurde ja jetzt das BVerfG bemüht, damit es den Weg zu einer "lupenreinen" eu- und euro-/bankenrettungskonformen "Verfassung" ebnet, die den Rest nationaler Souveränität und Identität auslöscht. Beispiel: Alter und neuer 23 GG. Die Dummschafe werden zustimmen, Schäuble ist sich schon ganz sicher.

  • Es gibt kein Volk mehr, nur noch einen Haufen würdeloser, kindlich-einfältiger und politisch ungebildeter Individualisten, bar jeder Handlungsfähigkeit in eigener Sache, eine Herde von Schafsköpfen.

  • @margrit117888

    Feed-Back:
    1. die Anzahl Ihrer Beiträge ist nicht gerade proportional zu ihrer inhaltlichen Relevanz
    2. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, daß Ihre Beiträge voller Tippfehler sind ???
    3. Sehen Sie das hier als Chat-Room oder als Diskussionsforum?

  • Loi
    Nein, weil Frauen ideolgisch und fanatisch sind
    Schauen Sie sich doch um im Bundestag. Dieses fanatischen Emanzenweiber.
    je mehr dort sind, desto schlechter wurde die Polit6ik in den letzten 20 Jahren

  • Florian
    wenn es Ihnen heir nciht gefällt, was wolle Sie dann hier?
    Also ab mit Ihnen

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