EU-Gipfel
Vertragsänderung scheitert an Großbritannien

Angela Merkel und Nicolas Sarkozy haben sich für eine Änderung der EU-Verträge stark gemacht. Am frühen Freitagmorgen dämmert: Dem Plan werden nicht alle 27 EU-Länder zustimmen. Nun diskutieren die Euro-Länder weiter.
  • 42

BrüsselDeutschland und Frankreich sind mit ihrem Vorhaben gescheitert, die EU-Verträge mit Zustimmung aller 27 EU-Länder zu ändern. „Ich kann bestätigen, dass Großbritannien bei der Vertragsänderung nicht mehr dabei ist“, sagte ein EU-Diplomat am Rande des EU-Gipfels in Brüssel am frühen Freitagmorgen. Weiteren Diplomaten zufolge habe es am Gipfeltisch «harte Momente» in der Diskussion mit Cameron gegeben.

Die Verhandlungen wurden den Diplomaten zufolge im Kreis „17 Plus“ fortgeführt: Am Tisch saßen also noch die Chefs der 17 Euro-Länder sowie weiterer EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören. Anstatt einer Änderung der EU-Verträge könnten die an dem Vorhaben beteiligten Länder nun den Abschluss eines zwischenstaatlichen Vertrags anstreben.

Der britische Premierminister David Cameron hatte bereits im Vorfeld des Gipfels heftig die Forderung Deutschlands und Frankreichs kritisiert, die EU-Verträge zur Stärkung der Haushaltsdisziplin zu ändern.

Cameron hatte mit einem Nein zu den deutsch-französischen Plänen gedroht, sollte London im Gegenzug nicht Sonderrechte für den heimischen Finanzmarkt erhalten. „Wenn ich nicht das bekomme, was ich will, dann werde ich nicht zögern, gegen einen Vertrag der 27 mein Veto einzulegen“, sagte er kurz vor dem Gipfel.

Diplomaten zufolge hielt Cameron auch in einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy kurz vor Beginn des Gipfels an seinen Forderungen fest.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EU-Gipfel : Vertragsänderung scheitert an Großbritannien"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Sicher nicht von der UNI in Trier und schon gar nicht bevor Hitler kam. Ruppige Sache, was Hardy?

  • @Birgit_G

    Mein mir anvertrautes Weibhat mir zwar strikt verboten, mit fremden Frauen im Netz zu reden, aber da du ja einen Schnurrbart hast und die Klöten aussen trägst - und sa den Irren alles irre it, was nicht durchgeknallt ist:

    ja, ich bin genau die Art "Komiker", die du letztes Jahr noch auf dem Schulhof noch gerne verprügelt hättest, wenn du dich getraut oder Freunde gehabt hättest ....

  • Hardy, bist 'n Komiker, was?!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%