EU-Grenzpolitik
Italien rettet wieder hunderte Flüchtlinge

Knapp ein Jahr nach dem verheerenden Schiffbruch mit mehr als 300 Toten vor Lampedusa wagen immer noch hunderte Menschen die riskante Überfahrt von Nordafrika nach Europa. Um Leben zu retten, muss Italien eingreifen.
  • 0

Rom/ NikosiaIm Mittelmeer sind am Wochenende mehr als 800 Flüchtlinge gerettet worden. Die italienische Küstenwache teilte am Sonntag mit, sie habe zwischen Sizilien und Nordafrika rund 600 Menschen geborgen. Die meisten Flüchtlinge seien in der Straße von Sizilien entdeckt worden. Außerdem sei die Küstenwache einem Handelsschiff zu Hilfe geeilt, das vor der Küste Libyens Flüchtlinge aufgegriffen habe. Woher die Menschen stammten, war zunächst nicht klar.

Vor der Küste des von der Türkei kontrollierten nördlichen Teils von Zypern seien rund 270 syrische Flüchtlinge in Sicherheit gebracht worden, berichtete die Internetseite Kibris Postasi in Nikosia. Ihr Schiff sei stundenlang mit einem Motorschaden im Meer getrieben, bevor es an die Küste geschleppt worden sei. An Bord seien auch 30 Kinder gewesen. Zypern liegt nur knapp 100 Kilometer westlich von Syrien, wo seit Jahren ein Bürgerkrieg tobt.

Immer noch wagen etliche Menschen die riskante Überfahrt auf teils vollkommen überfüllten Booten, da ihnen keine Möglichkeit zur legalen Einreise nach Europa gewährt wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EU-Grenzpolitik: Italien rettet wieder hunderte Flüchtlinge"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%