EU-Haushaltsverhandlungen gescheitert Streit in Brüssel eskaliert

Neuer Ärger um die europäischen Finanzen: Ein Kompromiss zu den milliardenschweren EU-Ausgaben lässt weiter auf sich warten. Falls Mitgliedstaaten und Europaparlament keine Deal finden, drohen Notbudgets.
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Das Europaparlament streitet ´weiterhin mit den Unterhändlern der EU-Staaten um einen Haushaltsplan. Jetzt sind die Verhandlungen erstmal geplatzt. Quelle: dpa

Das Europaparlament streitet ´weiterhin mit den Unterhändlern der EU-Staaten um einen Haushaltsplan. Jetzt sind die Verhandlungen erstmal geplatzt.

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BrüsselNach vorläufig gescheiterten Verhandlungen eskaliert der Streit um den milliardenschweren Haushalt der EU. Europaparlamentarier warfen den Regierungen der Mitgliedstaaten in scharfer Form vor, eine Zahlungskrise der Union zu riskieren.

Die EU-Kommission kündigte in Brüssel an, „in den nächsten Tagen“ einen neuen Entwurf für das Haushalt 2015 vorzulegen. Falls dazu bis zum 1. Januar kein Kompromiss gelingt, muss die EU im kommenden Jahr mit Notbudgets arbeiten.

Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments konnten sich in der Nacht zum Dienstag nicht fristgerecht auf einen Kompromiss zu Ausgaben einigen, die einen Umfang von mindestens 140 Milliarden Euro haben sollen.

Die Europaabgeordneten fordern deutlich mehr Geld für das Budget, als die Staaten geben wollen. Die Positionen lagen um rund sechs Milliarden Euro auseinander. Heftig umstritten sind auch 4,7 Milliarden Euro zusätzlich für das laufende Jahr, um offene Rechnungen zu begleichen.

„Wir müssen eine konkrete Antwort haben auf das untragbare Problem, dass sich unbezahlte Rechnungen auf den Schreibtischen der Kommission stapeln“, sagte der Verhandlungsführer der Volksvertretung, Jean Arthuis von den Liberalen. „Schon jetzt warten Unternehmen, Kommunen und Nichtregierungsorganisationen seit Monaten auf versprochene EU-Gelder“, sagte die Grünen-Europaabgeordnete Helga Trüpel. Beim Erasmus-Austauschprogramm für Studenten drohten Kürzungen.

Nach Einschätzung der Mitgliedstaaten näherten sich die Standpunkte in den Gesprächen an. Es solle nun auf der Basis des neuen Kommissionsvorschlags weiterverhandelt werden.

Für das kommende Jahr droht ein Notbudget
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5 Kommentare zu "EU-Haushaltsverhandlungen gescheitert: Streit in Brüssel eskaliert"

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  • Mi ist nicht klar, warm man ueberhaupt einen Finanzplan erstellt, wenn ma dann am Ende des (Fiskal?) Jahres um die Kleinigkeit von 4.7 Milliarden Euro daneben liegt?
    Bei mir verfestigt sich immer mehr der Eindruck, dass in Bruessel nicht nur Verantortungslose rumsitzen (falls die denn ueberhaupt da sind, sondern dass die auch nicht einmal die Grundrechenarten beherrschen.
    Uebrigens belaeuft sich der deutsche Anteil whl mehr auf 1/3 als 1/5.

  • Herr Carsten Kanter@ "zurück in den europäischen Kreis bringen."
    Hat er doch, nur müssen die Bürger für die hinterzogenen Steuern Zinsen zahlen. Der EU-Bürger ist doch der perfekte Trottel.

  • Na, da kann der zwielichtige Finanzakrobat und Steuerschmarotzer Juncker doch die zusammen gerafften Billionen Euros aus Luxemburg zurück in den europäischen Kreis bringen ... um weiter als EU-KP zu fungieren wäre das eigentlich seine sch... verdammte pflicht, das Mindeste.

    Es sagt schon alles über den erbärmlichen Zustand der EU, dass solch ein Strolch als sein Kommissionspräsident agiert ...

  • „Schon jetzt warten ... Nichtregierungsorganisationen seit Monaten auf versprochene EU-Gelder“

    Oh, da werden Udar und Swoboda aber am Hungertuch nagen.
    Ach nee, die tun sich sicher an den Sozialleistungen gütig, die der ostukrainischen Bevölkerung zustehen. Deshalb werden diese ja nicht mehr ausgezahlt.

  • Nach der Einführung der Gemeinschaftswährung wurden jedenfalls die Länder unterm Euro kräftig zur Ader gelassen.

    Deren Politiker waren und sind Schuld daran, denn sie haben weder Folgen noch Konsequenzen bedacht, konnten es wohl mangels Sachverstand auch nicht.

    Nach der veritablen Eurokrise und der zuvor und parallel laufenden 08-Finanzkrise sind nun fast alle Staaten pleite - ganz besonders die, welche unterm Euro zu leiden haben, jetzt, fürderhin und in alle Ewigkeit.

    Also gibt es kein Geld mehr für den irren Luxus in Brüssel. Das ist gut so und hoffentlich von Dauer.

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