EU-Kommissare sollen künftig auch Handeln ihrer Dienststellen verantworten
Prodi will Korruption in der EU Spielraum entziehen

EU-Kommissionspräsident Romano Prodi will nach der Eurostat-Affäre um millionenschwere schwarze Konten, dass die Kommissare mehr politische Verantwortung übernehmen.

HB STRASSBURG. Die 19 Kommissare müssten nicht nur ihr eigenes Handeln verantworten, sondern auch das ihrer Dienststellen und untergeordneten Behörden, sagte Prodi am Dienstag im Europaparlament in Straßburg. Dafür müssten sie künftig jedoch besser über Missstände informiert werden.

Prodi hatte seine Kommissare nach Bekanntwerden der Affäre gegen Rücktrittsforderungen verteidigt, weil sie entscheidende Untersuchungsberichte nicht erhalten hätten oder von ihren Generaldirektoren nicht korrekt informiert worden seien. Bei dem Skandal um das europäische Statistikamt Eurostat sind nach vorläufigen Untersuchungsberichten mehrere Millionen Euro bei dubiosen Auftragsvergaben verschwunden.

Es sollen überteuerte Aufträge an Privatfirmen vergeben worden sein, die teilweise von hohen Beamten von Eurostat mitgründet worden waren. Derzeit liegt der Vorgang bei den Gerichten. Die Vorsitzende des Haushaltskontrollausschusses im Europaparlament, Diemut Theato (CDU), sagte: „Wir wissen immer noch nicht, ob es hier um Betrug geht oder nicht.“

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