EU-Kommissarin
Viviane Reding fordert mehr Führungsstärke

EU-Vizekommissionschefin Reding appelliert an die Staatschefs in der EU, Führungsstärke zu zeigen und in der Krise schneller zu agieren. „Wir brauchen einen sehr gut vorbereiteten Gipfel, der wirksame Entscheidungen trifft“.
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BrüsselDie Vizechefin der EU-Kommission, Viviane Reding, hat die EU-Mitgliedsstaaten aufgefordert, in der Finanzkrise schnellere Entscheidungen zu treffen. „Die Kommission hat frühzeitig Vorschläge auf den Tisch gelegt, um der Krise zu begegnen, zum Beispiel das Six-Pack zur Kontrolle der nationalen Haushalte im September vergangenen Jahres. Doch es hat erst der neuerlichen Verschärfung der Krise im August diesen Jahres bedurft, damit einige große Staaten einsahen, dass es höchste Zeit wird zu handeln“, sagte die Justizkommissarin dem Handelsblatt. Die Menschen wollten „Nägel mit Köpfen“ sehen, sagte die Kommissarin weiter. „Die Menschen verzeihen es einem Politiker eher, einen Fehler zu machen, als nichts zu tun.“

Zur Verschiebung des Gipfels kommende Woche sagte die Justizkommissarin: „Wir brauchen nicht jede Woche einen Sondergipfel, sondern einen sehr gut vorbereiteten Gipfel, der wirksame Entscheidungen trifft. Ich begrüße daher, dass jetzt der Wille vorhanden ist, solche Entscheidungen vor Monatsende zu treffen.“ Die Staats- und Regierungschefs dürften ins Auge gefassten Lösungen nicht zerreden. Das verunsichere die Menschen und die Märkte. „Wir brauchen jetzt klare Signale und Führungsstärke in dieselbe Richtung“, sagte Reding.

Thomas Ludwig
Thomas Ludwig
Handelsblatt / EU-Korrespondent

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