EU-Kommissarin Wallström will mit Emissionshandel Kohleverstromung zurückführen

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EU-Kommissarin Wallström will mit Emissionshandel Kohleverstromung zurückführen

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) bekommt im Streit um den künftigen Energiemix in Deutschland Schützenhilfe aus Brüssel. "Der Anteil der Kohle muss in der Tat sinken", sagte EU-Umweltkommissarin Margot Wallström im Gespräch mit dem Handelsblatt.

BERLIN. Durch den europaweit geplanten Handel mit CO2-Emissionsrechten solle Gas eine zunehmende Rolle spielen, vor allem aber solle der Anteil erneuerbarer Energien steigen. "Wir müssen schrittweise den Anteil der erneuerbaren Energieträger ausbauen", sagte die EU-Kommissarin.

Dagegen räumt Wallström der abgasfreien Kernenergie keine Zukunft ein. "Die meisten Staaten haben erkannt, dass die Risiken zu groß sind", sagte sie. Es sei durchaus legitim, den Emissionsrechtehandel zur Steuerung des Energiemixes einzusetzen. Damit erhält Bundesumweltminister Trittin Rückendeckung in seiner aktuellen Auseinandersetzung mit Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) und der Energiewirtschaft über die Ausgestaltung des ab 2005 geplanten Handels mit Emissionsrechten.

Trittin hatte vor eineinhalb Wochen einen Entwurf präsentiert, der nach Einschätzung der Industrie auf eine Benachteiligung der Kohle in der Energieerzeugung gegenüber Erneuerbaren Energien und Gas hinausläuft. Der Entwurf wurde sowohl vom Wirtschaftsministerium als auch von Vertretern aus Energie und Industrie entschieden zurückgewiesen. Clement hatte wiederholt deutlich gemacht, dass er eine Benachteiligung der Kohle nicht akzeptieren würde.

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