EU-Kommission
Der Aufschwung bringt keine neuen Jobs

Die Wirtschaft in Europa berappelt sich wieder. Doch bei vielen Bürgern kommt die Erholung noch nicht an. Insbesondere in Südeuropa sind viele Menschen in finanziellen Nöten.
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BrüsselDer sachte wirtschaftliche Aufschwung hat in Europa bisher keine neuen Arbeitsplätze geschaffen. Das geht aus dem jüngsten Vierteljahresbericht zur Beschäftigung und sozialen Lage hervor, den die EU-Kommission am Montag in Brüssel vorstellte. „Es gibt ein Risiko, dass die gegenwärtige schwache Erholung die Lage vieler einkommensschwacher Gruppen nicht verbessern wird“, sagte EU-Sozialkommissar Laszlo Andor.

Nach Angaben der EU-Kommission machen 10 Prozent der Erwachsenen in einkommensschwachen Haushalten Schulden, um laufende Ausgaben zu decken. 15 Prozent greifen auf Erspartes zurück.

Den Menschen in Deutschland geht es finanziell relativ gut. Die Haushalte hatten hierzulande - ebenso wie in Schweden - im dritten Quartal 2013 sogar wieder mehr Geld zur Verfügung als zuvor. In Griechenland, Portugal, Slowenien und Spanien sank das verfügbare Haushaltseinkommen hingegen. Weniger als fünf Prozent der deutschen Haushalte war in finanziellen Nöten. In vielen südeuropäischen Staaten liegt ihr Anteil hingegen bei über 25 Prozent.

Die Wirtschaftskrise hat zudem den Weg in eine dauerhafte Beschäftigung erschwert. Befristete Jobs dienen laut EU-Kommission immer seltener als Trittbrett. Ein Viertel aller Europäer war im Jahr 2012 von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht - das entspricht 124 Millionen Menschen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EU-Kommission: Der Aufschwung bringt keine neuen Jobs"

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  • Das Geld, dass die Bürger nicht sehen fließt entweder an Brüssel, Konzerne, die Staatsapparate oder wie in Italien gleich direkt an die Mafia. Eigentlich dacht ich, dass Europa die Sachen angehen würde, die auf nationalstaatlicher Ebene nicht funktionieren. Leider beweisen sie mit der Einmischung in Nationalthemen immer mehr, dass das Ziel ist die Demokratie abzuschaffen.

  • @ Hardie67
    "Richtig. Nur ist das im Süden nicht viel anders."
    Genau so ist das. Jedoch ist die Schere in Deutschland wohl am Größten:

  • @women

    "Keine"

    Im Gegenteil. Nachdem man nun kaum noch Stellen abbauen kann, da man eh auf der letzten Naht fährt, bleibt nun noch die gern genutzte Möglichkeit, die vorhandenen Arbeitnehmer durch sogenannte Facharbeiter aus dem Südosten zu ersetzen. So kann man die Kosten nochmals drücken. Die Rendite muss ja stimmen, die Börse dankt es.
    Das System sägt sich aber selbst ab, da irgendwer die produzierten Güter kaufen muss. Und die Käufer werden auf diesem Wege zwangsläufig immer weniger. Albrechts und Schwarzens werden sich kaum 200 Fernseher ins Wohnzimmer stellen....

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