EU-Kommission
Einigung auf neue EU-Regeln gegen Lohndumping

Entsandte Arbeitnehmer aus ärmeren EU-Ländern verdienen im Westen oft viel weniger als einheimische Kollegen. Das soll nicht so weiter gehen. Die EU ist sich über neue Maßnahmen einig.
  • 2

LuxemburgNach jahrelangem Streit haben sich die EU-Länder auf neue Regeln zum Schutz vor Sozial- und Lohndumping geeinigt. So sollen entsandte Arbeitnehmer aus anderen EU-Ländern künftig genauso bezahlt werden wie einheimische Kollegen. Die Sozialminister billigten diese Reform der sogenannten Entsenderichtlinie in der Nacht zum Dienstag in Luxemburg. Sie muss nun noch mit dem Europaparlament abgeglichen werden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der sich für die Reform stark gemacht hatte, begrüßte den Durchbruch auf Twitter: „Mehr Schutz, weniger Betrug“, schrieb er. Mit Durchhaltevermögen, Dialog und Ehrgeiz lasse sich Europa zum Nutzen aller verändern.

Auch der estnische Arbeitsminister Jewgeni Ossinowski sprach als derzeitiger Ratsvorsitzender von einer Bedeutung für die gesamte Europäische Union, gerade in einer Zeit, in der viele deren Nutzen bezweifelten. EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen meinte: „Das wird ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Sozialdumping.“

Seite 1:

Einigung auf neue EU-Regeln gegen Lohndumping

Seite 2:

Entsendungen werden erstmals EU-weit befristet

Kommentare zu " EU-Kommission: Einigung auf neue EU-Regeln gegen Lohndumping"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Mit höheren Löhnen für entsandte Arbeiter werden die Kosten und damit die Preise für den westeuropäischen Konsumenten erhöht. Vielen Osteuropäern werden Erwerbsperspektiven genommen.


  • http://www.focus.de/finanzen/news/einigung-bei-entsenderichtlinie-eu-beschliesst-massnahmen-gegen-lohndumping_id_7755763.html
    Einigung bei Entsenderichtlinie
    EU beschließt Maßnahmen gegen Lohndumping
    Montag, 23.10.2017, 22:56
    Nach jahrelangem Streit sind sich die EU-Länder einig über verschärfte Regeln gegen Lohn- und Sozialdumping. Die Sozialminister schmiedeten am Montagabend in Luxemburg einen Kompromiss zur Reform der sogenannten Entsenderichtlinie.
    … 561.000 Fälle in Deutschland
    Gewerkschafter beklagen jedoch Schlupflöcher und Missbrauch. Denn Arbeitnehmer im EU-Ausland führen ihre Sozialabgabenin ihr Heimatland ab. Die sind von Land zu Land aber unterschiedlich groß; dadurch entstehen Schieflagen. Ausländische Arbeitnehmer würden ausgebeutet und örtliche Sozialstandards damit ausgehöhlt, kritisieren Gewerkschafter.
    ….............................................................................
    ===>>> ENDLICH EINE KLUGE ENTSCHEIDUNG DER EU !!!!!
    => Doch sieht es so aus als hätte man wieder einmal nur bis zur Hälfte der Etappe die Änderung ausgedacht und ausgehandelt ( Typisch EU ! ) !!!
    ===>>> WENN DIE EU schon Lohndumping stoppen will dann muss diese EU entsprechende Klauseln in dem Gesetz einplanen wie etwa :
    „ DIE BESCHÄFTIGENDE UNTERNEHMER müssen sich die ARBEITSVERTRÄGEN DER aus andere EU-Länder kommende Mitarbeiter aushändigen lassen und sei in Kopie Form … UND MÜSSEN DANN DEN UNTERSCHIEDSLOHN IN ÜBERWEISUNGEN AN DIE MITARBEITER IN DESSEN HEIMATLAND ÜBERWEISEN und die SOZIALABGABEN DAFÜR AN DIE UNTERNEHMER die die Ausländische Mitarbeiter bringen !“
    ===>>> Viele Firmen wird erst der damit verbundener Um ständiger und Kostspieliger Verwaltungsaktionen und entstehende Kosten abschrecken ( so wollen in Deutschland viele Firmen keine gepfändete Mitarbeiter bei sich beschäftigen ) und werden dann erst danach Abstand nehmen von solche Beschäftigungsmodellen !
    Meinem Vorschlag werden viele Gewerkschaften begrüßen !

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%