EU-Kommission
Eon darf „paneuropäisch“ werden

Die EU-Wettbewerbshüter haben wie erwartet grünes Licht für die geplante Übernahme des spanischen Energiekonzerns Endesa durch den deutschen Konkurrenten Eon gegeben. Die Übernahme würde den Wettbewerb nicht deutlich behindern, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung der EU. Eon bietet für Endesa rund 29 Milliarden Euro und damit deutlich mehr als der spanische Konkurrent Gas Natural. Mit der Übernahme würde Eon zum weltgrößten Energieversorger aufsteigen.

HB/ebo BRÜSSEL. Der deutsche Eon-Konzern kann nach Ansicht der Brüsseler Wettbewerbshüter nicht nur in Spanien, sondern in der gesamten EU auf Expansionskurs gehen. Dies geht aus der Entscheidung der EU-Kommission zur geplanten Übernahme des spanischen Energieversorgers Endesa hervor.

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hatte nicht nur geprüft, ob Eon eine marktbeherrschende Stellung in Spanien erwerben würde. Die Kommission untersuchte auch, welche möglichen Auswirkungen es hätte, wenn sich Eon zu einem „paneuropäischen Energieanbieter“ entwickeln würde. "Es wurden aber keine nachteiligen Auswirkungen der geplanten Übernahme auf den Wettbewerb festgestellt", teilte die Brüsseler Behörde mit.

Während Eon grünes Licht erhält, verteilt Kroes an Deutschland und Spanien gelbe Karten. Die Marktuntersuchung hatte Bedenken ergeben, "dass die deutschen und spanischen Gas- und Elektrizitätsmärkte Funktionsmängel aufwiesen", so die Kommission. Diese Bedenken würden "sehr ernst" genommen.

Die Kommission hat Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet und führt derzeit eine Untersuchung über den Wettbewerb im Energiesektor durch, um festzustellen, ob Unternehmen gegen die Wettbewerbsvorschriften verstoßen haben. In der Vergangenheit hatte die Kommission bereits Vertragsverletzungsverfahren wegen der mangelnden Umsetzung der Elektrizitäts- und Erdgasrichtlinien gegen Spanien und Deutschland eingeleitet.

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