EU-Kommission
Keine Fördergelder für Schuldensünder

Die EU-Kommission denkt über neue Sanktionen für Schuldensünder nach: Künftig will Brüssel regionale Fördergelder für Staaten mit übermäßigem Defizit einfrieren. Das Europaparlament und die Regionen protestieren.
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BrüsselDie EU-Kommission will Staaten mit hohem Haushaltsdefizit künftig mit dem Einfrieren von milliardenschweren EU-Fördergeldern bestrafen. Solche Sanktionen sollen von 2014 an für die gesamten regionalen Fördertöpfe der EU gelten und mit der Haushalts-Überwachung verknüpft werden. Diesen Vorschlag zur Neugestaltung der Regionalpolitik ab 2014 legte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel vor. Bisher war die Nicht-Auszahlung nur in einem Teilbereich der Regionalpolitik möglich, wurde in der Praxis aber nie angewendet.

„Als Ultima Ratio muss es diese Möglichkeit geben“, sagte EU-Kommissar Johannes Hahn. Auch die Regionalpolitik müsse dazu beitragen, „die Mitgliedsstaaten wieder auf den guten Pfad der guten Wirtschaft zu bringen.“ Neue Schuldenkrisen wie in Griechenland seien unbedingt zu verhindern. Zu diesem Zweck hat die EU bereits eine Verschärfung des Euro-Stabilitätspaktes beschlossen, der strengere Haushaltsdisziplin, härtere Strafen für Defizitsünder und ein schnelleres Krisenmanagement vorsieht.

Der neue Vorschlag bedarf der Zustimmung der Mitgliedsstaaten und des Europaparlaments - von dort kommt bereits Widerstand.

Gerade schwach entwickelte Regionen haben oft Mühe, Mittel aus den EU-Fonds abzurufen, weil das Geld zur Gegenfinanzierung fehlt. Dies ist der Fall im hoch verschuldeten Griechenland, dass derzeit von EU-Experten administrative Hilfe erhält. Von Mitte November an wird die EU-Kommission einen Fonds mit rund 500 Millionen Euro für den griechischen Mittelstand bereitstellen, sagte Hahn. Der Topf besteht aus Geldern, die Athen bislang nicht abgerufen hat. Auf die Frage, warum die bisherigen Summen im Hauptempfängerland Griechenland so wenig bewirkt haben, antwortete Hahn: „Die Strukturpolitik kann weder im Guten noch im Schlechten für alles verantwortlich sein.“

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Vorstoß der Kommission stößt auf Kritik

Kommentare zu " EU-Kommission: Keine Fördergelder für Schuldensünder"

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  • Das Problem der "Schuldensünder (was immer das bedeuten mag, aber eine deutsche Erfindung) ist dass sie nicht genug Einnahmen haben und nicht dass sie zuviel ausgeben.
    Es gibt in den meisten "Schuldensünder-Länder" kein Hartz IV oder ähnliches und die Löhne im öffentlichen Dienst sind niedriger als in Deutschland, obwohl diese Länder in der Eurozone sind.
    Mir wundert nur dass der Deutsche nicht dazu gelernt hat.
    Die gleiche Verlumdungsmethode und Verfälschungstaktik wie vor dem 2. WK.

  • Wenn man die Fördergelder für Schuldensünder einfriert werden diese noch mehr Schulden machen müssen!
    Oder habe ich irgendwie was nicht richtig verstanden?
    Besser wäre wenn man durch Wirtschaftörderung diesen Ländern hilft ihre Steuereinnahmen zu erhöhen.
    Eine gerechtere (horizontale) Arbeitsteilung innerhalb der Eurozone würde sicher zum Erfolg führen.

  • häää?

    Warum das denn?
    Selbst das Gesundheitsministerium muss nicht offenlegen, wer ihre Lust-Partiues bezahlt. Warum haben diese Bnditen für sich die Immunität sich geben lassen.

    Wir zahlen in jeder Radarfalle
    die brausen mit 120 durch die Stadt und keienr darf etwas machen.

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