EU-Kommission
Lettland soll 18. Euro-Land werden

Ab dem 1. Januar 2014 kann Lettland den Euro einführen, schlägt die EU-Kommission in Brüssel vor. Das kleine Lettland bekommt anders als Dänemark und Großbritannien keine Ausnahmeregelung.
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BrüsselLettland kann zum 1. Januar kommenden Jahres den Euro einführen. Das will die EU-Kommission an diesem Mittwoch in Brüssel empfehlen, berichteten Diplomaten. Der zuständige Berichterstatter des Europaparlaments, Burkhard Balz, sieht das Land als fit für den Euro an. Er erwarte, dass der baltische Staat die Maastricht-Kriterien erfülle, sagte der CDU-Politiker dpa Insight EU.

Das kleine Lettland mit seinen rund zwei Millionen Bürgern wäre das 18. Land der Währungsunion. Die Währungsgemeinschaft geriet in den vergangenen Jahren wegen der Schuldenkrise in einigen Mitgliedstaaten wie Griechenland an den Rand des Zusammenbruchs. Lettland war selbst im Sog der weltweiten Finanzkrise Ende 2008 angeschlagen und von der Zahlungsunfähigkeit bedroht. Ein Finanzcrash konnte nur mit Hilfe internationaler Kreditzusagen über 7,5 Milliarden Euro abgewendet werden.

Die EU-Staaten müssen dem Beitritt noch zustimmen. Die sogenannten Beitrittsländer in der Mitte und im Osten des Kontinents sind verpflichtet, den Euro zu übernehmen, wenn sie die Kriterien dafür erfüllen. Nur Großbritannien und Dänemark haben vertragliche Ausnahmeklauseln, die ein Fernbleiben vom Euro erlauben.

Laut Arbeitspapier von Balz erfüllt Riga das Inflations-Kriterium nach Eurostat-Daten vom März mit 1,6 Prozent im Zwölfmonatsdurchschnitt mit Leichtigkeit. Zwar liege die Prognose mit 2,1 Prozent für 2014 etwas höher, dennoch seien die Risiken für die Preisstabilität nur gering.

Laut der Frühjahrsprognose der EU-Kommission betrug das lettische Haushaltsdefizit 2012 nur 1,2 Prozent der Wirtschaftsleistung. 2013 wird ein Defizit in gleicher Höhe erwartet. Die gesamtstaatliche Verschuldung dürfte im laufenden Jahr 43,2 Prozent erreichen, damit wird die Grenze von 60 Prozent klar eingehalten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Also – ich hätte die Letten schon gern im Euro – am liebsten gestern.
    Denn je eher sie drin sind, umso eher sind sie auch unter dem Rettungsschirm. Mein – leider unerfüllbarer – Wunsch wäre es nämlich, die Letten auch noch vor der BT-Wahl dort zu sehen.
    Damit auch die letzten Bürger Deutschlands sehen, WAS die Politik unserer Regierung und der Blockparteien wert ist.

    Leider wird Lettland aber erst später unter den Rettungsschirm kommen.
    Nämlich erst NACH der BT-Wahl, wenn der ESM schon die Banken direkt finanziert, unser Sparguthaben ausspioniert wird, unsere Parlamente regelmäßig übergangen werden und nur noch über Fahrradwege abstimmen dürfen und die nicht vom Volk gewählte Super-EU-Kommission sich auch in den Rest unseres Lebens einmischt.

    Alternative für Deutschland!

  • Schluck :)

  • Irgendjemand muss ja für den Club Mediterranee zahlen

    Die armen Letten. Entweder sie werden ein Überschussland mit der Verpflichtung, Spanien, Portugal, Griechenland, Italien und Frankreich (habe ich jemanden vergessen?) zu "retten", oder sie werden ein Krisenland mit Arbeitslosigkeit und Sparzwang. Ich würde den Letten raten, das nicht mitzumachen. Das Brechen von Verträgen dürfte kein Problem sein, das machen in der EU ja inzwischen alle so. Wenn sie erst mal drin sind, haben kleine Länder (wie etwas Zypern) aber keine so guten Chancen, Geld und Ehre zu retten, wie die großen. Oder glaubt irgendjemand, man wäre mit Frankreich so umgesprungen wie mit Zypern?

    Aber auch ohne meinen Zynismus: ich würde den Letten vom Euro im Moment eher abraten. Das Konzept ist noch nicht ausgereift.

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