Die Kommission hatte die Verbraucherpolitik ganz oben auf die Agenda gesetzt, nachdem 2005 in Frankreich und den Niederlanden wie zuletzt in Irland wichtige Volksabstimmungen über die EU verloren gingen. Unter dem Motto "Europa für die Bürger" versucht Brüssel seitdem, die Menschen für die EU zu begeistern. Die vor einem Jahr erzwungene starke Preissenkung bei Auslands-Handygesprächen ist ein greifbares Ergebnis dieser Politik.
Etwas länger Zeit lassen will sich die Kommission mit der Entscheidung, wie stark die EU in die Preisgestaltung bei Datenübertragungen per Handy oder Laptop eingreifen soll. Der Markt bestehe noch nicht so lange, und es sei ein Trend zu sinkenden Preisen festzustellen, sagte Reding. Pro Megabyte würden derzeit noch 3,60 Euro im Schnitt verlangt nach 5,24 Euro im vergangenen Jahr. Doch gebe es auch noch immer Preise von mehr als 15 Euro, was 1000 Mal so viel wäre wie für Downloads im Inland. Die Kunden seien deshalb oft geschockt, wenn der Telekom-Anbieter ihnen die Rechnung für Datenbezug im Ausland präsentiere. Die Kommission will hier Vorgaben zu mehr Transparenz bei den Preisen machen.
Um etwas Licht in den Tarifdschungel zu bringen, stellte die Behörde die Februar gesammelten Preisangaben der Firmen ins Internet


