EU-Kommissionspräsident
Junckers Wahlkampfchef nährt Spekulationen

Martin Selmayr war der Wahlkampfchef von Jean-Claude Juncker – es galt als sicher, dass er bei einem Wahlsieg in Junckers Stab arbeiten würde. Doch jetzt hat er einen anderen Job angenommen und befeuert so Gerüchte.
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BrüsselMit einem überraschenden Wechsel auf einen anderen Posten hat der Wahlkampfleiter von Jean-Claude Juncker die Zweifel an der Berufung des ehemaligen luxemburgischen Premiers an die Spitze der EU-Kommission weiter genährt.

Die Kommission gab am Mittwoch bekannt, dass Junckers Wahlkampfmanager Martin Selmayr einen Posten als EU-Direktor bei der Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) in London angenommen habe. Eigentlich wurde erwartet, dass der deutsche Kommissionsbeamte Junckers Stabschef werden würde, sollte dieser den höchsten EU-Posten bekleiden.

Selmayr hatte unbezahlten Urlaub von seinem Job bei der Kommission genommen, um während des Wahlkampfs für den konservativen Spitzenkandidaten zu arbeiten. Er wies am Mittwoch auf Twitter Spekulationen zurück, sein Berufswechsel hänge mit dem Widerstand gegen Juncker zusammen. Juncker werde der nächste Kommissionschef werden, betonte Selmayr. "Ich werde für ihn arbeiten, egal wo ich bin."

Trotz des Siegs der Konservativen bei der Europawahl wollen die Regierungschefs mehrer Staaten verhindern, dass Juncker Kommissionschef wird, darunter ist insbesondere Großbritannien. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich hinter den ehemaligen Ministerpräsidenten gestellt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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