EU-Krise
Auch Polen warnt vor Euro-Kollaps

Nach Finnland warnt nun auch Polen vor den Folgen eines Zusammenbruchs der Euro-Zone. Der deutsche Vizekanzler Rösler versprach, alles zu tun, um den Währungsraum zu stabilisieren.
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WarschauPolen hat an die Euro-Länder appelliert, einen Zusammenbruch der Währungsunion zu verhindern. Die Staatsschuldenkrise sei die größte Krise in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte Polens Finanzminister Jacek Rostowski nach einem Treffen mit Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler am Freitag in Warschau. Sie gefährde nicht nur die Euro-Länder, sondern die gesamte EU. „Ein Zerbrechen der Euro-Zone hätte katastrophale Folgen für alle Länder Europas“, warnte der Minister des Nicht-Euro-Landes Polen. Auch die Weltwirtschaft würde Schaden erleiden. Gefährlich wäre eine solche Situation im Übrigen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch.

„Wir waren uns einig, dass wir alles dafür tun müssen, die Euro-Zone zu stabilisieren“, sagte Rösler. Deutschland sei sich dabei seiner Verantwortung bewusst.

Zuvor hatte Finnlands Außenminister Erkki Tuomioja für einen offenen Umgang mit dem möglichen Zerfall der Euro-Zone plädiert. Finnische Regierungsvertreter hätten bereits Vorbereitungen für ein solches Szenario mit einem "Handlungsplan für jede Eventualität" getroffen, sagte Tuomioja der britischen Zeitung "Daily Telegraph". Der Sozialdemokrat rief die anderen Euro-Staaten dazu auf, ebenfalls rechtzeitig einen Notfallplan für ein Auseinanderbrechen der Währungsgemeinschaft zu entwickeln.

Mit dem Vorstoß stieß der Außenminister allerdings in der eigenen Regierung auf Kritik. Europaminister Alexander Stubb versicherte: "Ich will deutlich machen, dass die Spekulationen des Außenministers nicht die Position der Regierung widerspiegeln." Zugleich betonte Stubb, Finnland stehe zu "100 Prozent" zum Euro. Auch Tuomioja wollte Finnland nicht als treibende Kraft für einen Niedergang der Euro-Zone sehen: "Das ist nicht etwas, das jeder in Finnland befürwortet, geschweige denn die Regierung. Aber wir müssen vorbereitet sein." Ein Auseinanderbrechen würde aber nicht das Ende der Europäischen Union bedeuten. Es könne der EU sogar helfen, besser zu funktionieren.

Polen ist trotz der aktuellen Probleme in der Euro-Zone weiter an einer Zugehörigkeit zu dem Währungsraum interessiert. „Wenn es um den Beitritt zur Euro-Zone geht, möchte Polen weiter so schnell wie möglich beitreten, aber erst, wenn die Probleme behoben sind“, sagte Rostowski. Die Euro-Schuldenkrise habe zwar Einfluss auf die polnische Wirtschaft, doch liege das Land weiter auf Wachstumskurs. Für das laufende Jahr rechnet die Regierung nach Rostowskis Worten mit einem Zuwachs von 2,5 Prozent bei der Wirtschaftsleistung und auch im nächsten Jahr gehe man nicht von einer rezessiven Entwicklung aus, sagte er.

Rostowski und Rösler waren sich einig, dass nur ein Nebeneinander von Solidarität und Verantwortung in der Krise weiterhelfen kann. „Es kann keine Solidarität ohne Verantwortung geben“, sagte Rostowski. Rösler ergänzte: „Wir nennen das: keine Leistung ohne Gegenleistung“. Beide unterstrichen zudem die Notwendigkeit von Haushaltskonsolidierung und Reformen als Eckpfeiler einer Wachstumspolitik.

Polen ist das einzige EU-Land, das auch während der Finanzkrise 2008/2009 kontinuierlich Wachstumsraten erwirtschaftete. Mit einer in der Verfassung verankerten Schuldenbremse und einer Staatsschuldenquote von weniger als 60 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung liegt das Land in Sachen Haushaltskonsolidierung relativ günstig im EU-Vergleich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ja, ich hoffe doch, Grechtigkeit kommt früher oder später sowieso auf den Tisch.

  • Jetzt kommt die Angst, dass ein politisches Projekt den ökonomischen Erfordernissen folgt. Die Politik ist seit der Einführung einer Fiatwährung gescheitert, nur will und kann sie es sich nicht eingestehen.
    Warten wir einfach auf den Zusammenbruch und die Politiker werden für die kommunistische Denkweise zur Ausplünderung der Werktätigen und wertschaffenden Bevölkerung, sowie der Vernichtung von Vermögen ihr gerechtes Urteil erhalten.

  • geb das mal bei youtube ein
    Unglaublich - Video vom Flugzeugabsturz bei Smolensk unter die Lupe genommen!

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