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03.12.2008 
Golf von Aden

EU-Mission gegen Piraten startklar

Der geplanten EU-Mission gegen Piraten steht nach Ansicht des EU-Außenbeauftragten Javier Solana nichts mehr im Wege. Kommende Woche soll der Einsatz beginnen. Somalische Piraten haben unterdessen einen jemenitischen Frachter wieder freigegeben. Es soll kein Lösegeld bezahlt worden sein.

EU-Chefdiplomat Solana sieht die Anti-Piraten-Mission auf gutem Weg.  Foto: ReutersLupe

EU-Chefdiplomat Solana sieht die Anti-Piraten-Mission auf gutem Weg. Foto: Reuters

HB BRÜSSEL/MOGADISCHU. Der EU-Einsatz am Horn von Afrika könne wenige Tage nach dem für Montag erwarteten Beschluss der EU-Außenminister beginnen, sagte Solana am Mittwoch am Rande einer Nato-Konferenz in Brüssel. „Die Mission ist komplett, es gibt robuste Einsatzregeln“, sagte der EU-Chefdiplomat.

Die EU will nach Angaben aus Diplomatenkreisen zunächst eine Fregatte der Bundeswehr sowie Kriegsschiffe aus Griechenland, Frankreich und Großbritannien ans Horn von Afrika entsenden. Hinzu kämen zwei Überwachungsflugzeuge aus Italien und Frankreich.

Daneben erwägt die Nato, ihren eigenen Einsatz gegen Piraten zu verlängern. Die gegenwärtig im Golf von Aden präsenten Nato-Schiffe würden zwar wie geplant zum Jahresende in ihre Heimathäfen zurückkehren, möglicherweise könne aber schon bald danach eine zweite Mission starten, sagte ein Nato-Beamter am Mittwoch.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier begrüßte die Erneuerung des UN-Mandats für die Bekämpfung der Seeräuber vor der somalischen Küste. „Die letzten Tage schon haben gezeigt, dass die Präsenz am Horn von Afrika die eine oder andere Kaperung eines Schiffes verhindert hat“, sagte Steinmeier am Rande der Nato-Sitzung.

Somalische Piraten haben unterdessen nach Angaben eines Ministers der halbautonomen Region Puntland einen jemenitischen Frachter und seine Besatzung freigelassen. Sie hätten dafür kein Lösegeld bekommen, sagte Staatsminister Ali Abdi Aware am Mittwoch. Sie hätten nach einem Appell von Klan-Ältesten und regionalen Führern darauf verzichtet. Ursprünglich hatten die Piraten nach jemenitischen Angaben zwei Mio. Dollar Lösegeld für das Schiff und seine achtköpfige Besatzung gefordert. Der Frachter war vergangenen Monat im Arabischen Meer gekapert worden - eines von 40 in diesem Jahr vor der somalischen Küste entführten Schiffe.

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