EU-Parlament
EU-skeptische Fraktion von Ukip aufgelöst

Der Fraktionsstatus der EU-skeptischen Fraktion wurde aberkannt, weil ihr nur noch Abgeordnete aus sechs Staaten angehören. Für die Parteien des Bündnisses zieht die Auflösung weitere Folgen nach sich.
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BrüsselDie von der rechtspopulistischen Ukip-Partei dominierte Fraktion im EU-Parlament wird aufgelöst. Mit dem Ausscheiden der lettischen Abgeordneten Iveta Grigule aus dem EU-skeptischen Parteienbündnis „Europa der Freiheit und der direkten Demokratie“ (EFDD) sind nur noch EU-Parlamentarier aus sechs Staaten in der Gruppierung vertreten. Das reicht nicht aus, um eine Fraktion bilden zu können. Deshalb werde der Fraktionsstatus aberkannt, sagte ein Parlamentssprecher am Donnerstag.

Einer Fraktion im EU-Parlament müssen Abgeordnete aus mindestens sieben EU-Staaten angehören. Der Verlust des Fraktionsstatus' bedeutet für die Parteien des bisherigen Bündnisses weniger Geld aus dem EU-Haushalt sowie weniger Redezeit in Plenum und Ausschüssen. Ukip-Chef Nigel Farage hatte mit seinen Auftritten vor dem EU-Parlament regelmäßig für Kontroversen gesorgt. Zur EFDD gehört auch die Fünf-Sterne-Bewegung des italienischen Komikers Beppe Grillo. Die EFDD war mit 48 der 751 EU-Abgeordneten die kleinste von sieben Fraktionen im EU-Parlament.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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