EU-Parlament verabschieden Rahmengesetz
Börsen und Banken werden Konkurrenten

Die Abgeordneten des Europäischen Parlamentes in Straßburg haben am Dienstag in Straßburg einem Rahmengesetz zugestimmt, das auch die Bedingungen für den Wertpapierhandel von Banken ohne Einschaltung einer Börse regelt.

HB STRASSBURG. Die Details der Regelung in der Wertpapierdienstleistungs-Richtlinie waren innerhalb der EU lange umstritten. Die Richtlinie beendet das Wertpapierhandelsmonopol der Börsen in einigen EU-Staaten wie etwa Frankreich. In Deutschland ist diese so genannte Internalisierung des Wertpapierhandels bereits möglich.

EU-Binennmarktkommissar Frits Bolkestein erklärte, mit der Regelung werde auch Bürokratie weiter abgebaut. Finanzdienstleister könnten nun mit der Zulassung in nur einem EU-Staat in der gesamten Union tätig sein.

Weil EU-Ministerrat und Parlament sich über die meisten Punkte des Rahmengesetzes bereits vorab verständigt hatten, steht einem In-Kraft-Treten nach dem Straßburger Votum nichts mehr im Wege. Die Regelungen sind ein Eckstein der EU-Pläne für einen einheitlichen Wertpapiermarkt bis 2005. Die einheitlichen Regeln in den bald 25 EU-Staaten sollen den Wettbewerb der Finanzdienstleister stärken.

Besonders Großbritannien als Heimat von Europas größtem Finanzplatz London hatte lange versucht, Auflagen für die Bekanntgabe von Preisen der intern in Banken gehandelten Wertpapiere zu verhindern. Der EU-Kompromiss sieht nun vor, dass nur ungewöhnlich große Volumen von Wertpapieren ohne vorherige Preistransparenz gehandelt werden dürfen. Angebote für Abschlüsse bis zur durchschnittlichen Marktgröße müssen dagegen vorab veröffentlicht werden.

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