EU-Pflichtkennzeichnung
Deutschland fürchtet Bio-Etiketten-Bürokratie

Deutschland hat Bedenken gegen eine einheitliche Pflichtkennzeichnung für Bio-Lebensmittel in der Europäischen Union. Der deutsche Staatssekretär Gert Lindemann bezeichnete die Pläne der EU-Kommission als „zu bürokratisch“.

HB BRÜSSEL. Grundsätzlich sei die Bundesregierung dafür, die 15 Jahre alte Verordnung neu zu fassen, sagte Lindemann beim Treffen der EU-Agrarminister am Montag in Brüssel. Die Behörde wolle aber ein EU-weit einheitliches Label einführen „ohne spezifische Besonderheiten“, sagte Lindemann. Ein solches einheitliches Label setze die dem Verbraucher vertrauten deutschen Kennzeichnungen für biologisch erzeugte Produkte unsinnigerweise außer Kraft. Die Bundesregierung sei daher gegen eine „vollharmonisierte Einheits-Ökoschiene“.

Entsprechende Bedenken hätten auch die Ökoverbände in Deutschland, sagte Lindemann. Zudem wehre sich die Bundesregierung dagegen, dass die EU-Kommission Speisen in Restaurants oder Kantinen von der Etikettierung ausnehmen wolle. Er habe in der Diskussion den Eindruck gewonnen, dass neben Deutschland auch viele andere EU-Staaten Bedenken gegen die Pläne Brüssels hätten.

Die EU-Kommission will ein einheitliches Etikett einführen, das ein Produkt als organisch hergestellt ausweist. Fast alle EU-Staaten haben dazu aber bereits ein national gültiges Label.

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