EU-Pläne
Riskanten Finanzprodukten geht es an den Kragen

Der Tag hat Symbolkraft: Zwei Jahre nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers legt die EU-Kommission neue Vorschriften zur Regulierung von riskanten Finanzprodukten vor. Es geht um Leerverkäufe und den Handel mit Derivaten.
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HB BRÜSSEL. Auf den Tag genau zwei Jahre nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers legt die EU-Kommission Spekulanten Fesseln an. Auf Drängen von Deutschland und Frankreich beschloss die Brüsseler Behörde am Mittwoch zwei neue EU-Verordnungen. Sie sehen schärfere Regeln für den gigantischen außerbörslichen Handel mit Derivaten und Kreditausfallversicherungen vor. Hochriskante Leerverkäufe, bei denen Spekulanten auf den Verfall einer Währung oder Aktie wetten, ohne das Produkt zu besitzen, können unter bestimmten Bedingungen in der EU verboten werden.

„Wir müssen Licht ins Spiel bringen“, sagte Binnenmarktkommissar Michel Barnier bei der Präsentation. „Kein Finanzmarkt darf Wild-West-Gebiet bleiben.“ Die EU nimmt sich damit die Geschäftspraktiken vor, die als Auslöser für die weltweite Finanzkrise gelten. Lehman war über sogenannte Derivate mit Banken in der ganzen Welt verbunden, die wegen der Wertverluste der Papiere hohe Abschreibungen verbuchen mussten. Dadurch eskalierte 2008 die globale Finanzkrise.

„Einzelne Pleiten sollen nie mehr das gesamte Finanzsystem destabilisieren wie im Fall der Lehman-Pleite“, sagte Barnier. Der Entwurf bedarf noch der Zustimmung des Europaparlamentes und der 27 Euro-Mitgliedsstaaten. Barnier geht davon aus, dass die Vorgaben 2012 in Kraft treten können. Die Vorschläge sind Teil eines Bündels an Maßnahmen, um die Finanzmärkte stärker zu überwachen.

Beim Handel mit Derivaten werden Käufer und Verkäufer künftig verpflichtet, ihren Handel über Verrechnungsstellen - sogenannte Gegenparteien oder Clearinghäuser - abzuwickeln. Sie würden Ausfälle, wie nach der Lehman-Pleite, auffangen, so dass keine Kettenreaktion einsetzen könnte. Ein Transaktionsregister soll für Transparenz sorgen. „Dann wissen wir, wer was macht und wer welches Produkt besitzt“, sagte Barnier.

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Kommentare zu " EU-Pläne: Riskanten Finanzprodukten geht es an den Kragen"

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  • bLUTHUNDE DREi MONATE ANGEKETTET AM START DER DERbY-RENNSTRECKE
    Es ist unsäglich, was hier auf EU - Ebene angedacht wird. Die Denkansätze, ungedeckte Leerverkäufe aus dem bereich der börse zu entfernen und dem zuzuweisen, was sie sind: Nämlich Zockerpapiere, die steuerlich dem organisierten Glücksspiel zuzuordnen sind, werden hier durch als "EU-Kommission" titulierenden Sauhaufen nicht sinnvoller.
    Die EU-Administration muß entschlackt, diese Penner in Rente und der Kontinentalwahnsinn gestoppt werden.

  • da schwadroniert creditcrunch über Dinge die er nicht versteht,der weiss nichts von börse finanzen gewinn einer umverteilung und das in dem Hb.Der retter des systems heisst Creditcrunch,Steuerzahler falscher alarm wir haben einen gefunden der uns gararantiert,die bankenkrise zu schultern.ansonsten nichts neues Lobbyistin Merkel.Ja die DDR hat sehr gut ausgebildet.der Anschluss hat wenig gewinner aber sehr viele verlierer und da meine ich deren existenz

  • Wer verbietet endlich mal Zertifikate? Das ist doch betrug pur! banken gehen eine Wette mit gutgläubigen Anlegern ein, bieten keine Sicherheiten, kassieren aber sofort den vollen Wetteinsatz ohne das Gut zu besitzen und mit dem Recht, die Wettregel je nach bedarf und Situation zu ändern! DAS ist "Gelddrucken" pur und gehört verboten. Eines von vielen beispielen ist Silber, auf das es mehr Derivate gibt als verfügbares Silber vorhanden ist. Ähnlich sieht es mit anderen Rohstoffen, aber auch Aktien aus! Hier leisten die Lobbyisten sehr gute Arbeit...

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