EU senkt Wachstumsprognose
Dämpfer für Griechenland

Kalte Dusche für Premier Alexis Tsipras: Die Brüsseler EU-Kommission senkt erneut ihre Wachstumsprognose für Griechenland. Die gute Nachricht: Die Arbeitslosenzahlen fallen schneller als bisher angenommen.
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AthenNoch vor zwei Wochen verbreitete der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras Zuversicht: Mehr als zwei Prozent werde die Wirtschaft in diesem Jahr zulegen, erklärte der Premier vor dem Parlament in Athen. Eine „Rückkehr zum Wachstum“ sieht auch die EU-Kommission in ihrem jüngsten Herbstgutachten: Nach acht Jahren Rezession, unterbrochen nur von einer schwachen und flüchtigen Erholung 2014, hat das Krisenland die Talsohle durchschritten. Nach Berechnungen der Brüsseler Kommission fällt das Wachstum mit 1,6 Prozent in diesem Jahr allerdings deutlich schwächer aus als bisher angenommen. Damit nimmt die EU erneut ihre Prognose zurück. Im Herbstgutachten 2016 veranschlagte Brüssel noch ein Plus von 2,7 Prozent.

In der Vorhersage vom Frühjahr 2017 waren es immerhin noch 2,1 Prozent. Auch das griechische Finanzministerium geht mittlerweile in einem internen Papier für dieses Jahr nur noch von 1,6 Prozent Wachstum aus.

Die schwächere Konjunktur ist vor allem ein Ergebnis des Tauziehens der griechischen Regierung mit den internationalen Geldgebern im ersten Halbjahr sowie des Streits um die künftige Rolle des Internationalen Währungsfonds bei der Griechenlandrettung. Der Abschluss der zweiten Prüfrunde des Anpassungsprogramms verzögerte sich dadurch um mehr als ein Jahr. Die daraus resultierende Verunsicherung drückte in den ersten sechs Monaten die Investitionen und den privaten Verbrauch.

Die im September begonnene dritte Prüfung läuft bisher deutlich reibungsloser. Das Anpassungsprogramm sei „wieder in der Spur“, stellt die Kommission in ihrem Herbstgutachten fest. Die mit dem Euro-Stabilitätsfonds ESM, Griechenlands größtem Gläubiger, vereinbarten fiskalischen Ziele seien in Reichweite, stellt die Kommission fest, nicht zuletzt wegen spürbarer Verbesserungen in der Finanzverwaltung. In diesem Jahr wird der Athener Finanzminister die Vorgabe eines Primärüberschusses im Haushalt von 1,75 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sogar deutlich übertreffen. Auch das für 2018 angesetzte Überschuss-Ziel von 3,5 Prozent hält die EU-Kommission für erreichbar.

Vor allem der florierende Fremdenverkehr sorgt dafür, dass sich die Lage auf dem griechischen Arbeitsmarkt besser entwickelt als erwartet. Nach einer Arbeitslosenquote von durchschnittlich 23,6 Prozent im vergangenen Jahr, meldete die Statistikbehörde Elstat für August 20,6 Prozent. Das ist zwar der niedrigste Stand seit sechs Jahren, aber immer noch mit Abstand die höchste Arbeitslosenquote in der EU. Für 2018 erwartet die Kommission einen Rückgang auf 20,4 Prozent.
Bei den Investitionen bleibt Griechenland in diesem Jahr hinter den Erwartungen zurück. Rechnete die Kommission im Herbstgutachten 2016 noch mit einem Zuwachs von 13,7 Prozent, setzt sie jetzt nur noch ein Plus von 5,1 Prozent an. Vor allem die zähen Verhandlungen mit den Gläubigervertretern im ersten Halbjahr dürften auf die Stimmung gedrückt haben. Für Zurückhaltung bei vielen Investoren sorgen auch Zweifel an der Reformbereitschaft der von Premier Tsipras geführten Koalition aus Links- und Rechtspopulisten.

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  • Unsere Politiker sollten lieber mal vor Ort Urlaub machen und die 5*Hotels auslassen, dann wüßten sie es bessser.

    Die Grünen und die SPD seinerzeit hattteen wohl noch nie dort Urlaub gemacht.


    In der Politik ist Dummheit kein Handicap!

    Napoleon I. Bonaparte (1769 - 1821), französischer Feldherr und Politiker, Kaiser der Franzosen von 1804 - 1814/15

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