EU senkt Wachstumsprognose Dämpfer für Griechenland

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Hohe Steuerlast verhindert Investitionen

Der kanadische Bergbaukonzern Eldorado Gold gab am Donnerstag bekannt, dass er alle Investitionen in seine Mine beim nordgriechischen Skouries auf Eis legt, weil das Athener Energieministerium Bau- und Betriebsgenehmigungen verweigere. Mehreren Hundert Beschäftigten droht jetzt die Entlassung. Neue Fragezeichen schweben auch über Griechenlands größtem Investitionsvorhaben, der auf rund acht Milliarden Euro veranschlagten Entwicklung des früheren Athener Flughafengeländes Ellinikon. Das griechische Kulturministerium erklärte jetzt 300.000 Quadratmeter des Areals zur archäologischen Grabungszone. Kulturministerin Lydia Koniordou will außerdem die Höhe der geplanten Gebäude drastisch begrenzen. Fraglich ist, ob sich unter diesen Voraussetzungen das Projekt aus Sicht der Investoren überhaupt noch rechnet.
In einer am Donnerstag veröffentlichten Studie macht der griechische Industrieverband SEV auf ein weiteres Investitionshindernis aufmerksam: die hohe Steuerlast. Bei den meisten Steuern liegt Griechenland erheblich über dem EU-Durchschnitt. So bei der Mehrwertsteuer, die mit 24 Prozent deutlich höher ist als der EU-Mittelwert von 20,1 Prozent und bei den Unternehmenssteuern mit 29 Prozent, gegenüber 19,5 Prozent. Auch die Immobiliensteuern sind in Griechenland fast doppelt so hoch wie im europäischen Durchschnitt. „Die Überbesteuerung würgt das Wachstum ab“, warnen die Verfasser der Studie.

Im ersten Halbjahr 2017 legte das BIP lediglich 0,6 Prozent zu. Mit Spannung erwartet man nicht nur in Athen die für den 4. Dezember angekündigten Daten der staatlichen Statistikbehörde zur Entwicklung des BIP im dritten Quartal. Sie werden zeigen, ob sich das Wachstum in Griechenland verstetigt. Premier Tsipras ist optimistisch: Er erwartet für das nächste Jahr ein Plus von drei Prozent.

Die EU-Kommission ist vorsichtiger und rechnet für die beiden kommenden Jahre mit einem Wachstum von jeweils 2,5 Prozent – unter der Voraussetzung, dass die Umsetzung der Reform- und Sparvorgaben reibungslos läuft, Griechenland Ende August 2018 das Anpassungsprogramm erfolgreich abschließt und sich anschließend wieder am Kapitalmarkt refinanzieren kann. Selbst bei diesem Wachstumstempo wird es allerdings fast ein Jahrzehnt dauern, bis Griechenlands Wirtschaftsleistung wieder das Vorkrisenniveau erreicht.

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1 Kommentar zu "EU senkt Wachstumsprognose: Dämpfer für Griechenland"

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  • Unsere Politiker sollten lieber mal vor Ort Urlaub machen und die 5*Hotels auslassen, dann wüßten sie es bessser.

    Die Grünen und die SPD seinerzeit hattteen wohl noch nie dort Urlaub gemacht.


    In der Politik ist Dummheit kein Handicap!

    Napoleon I. Bonaparte (1769 - 1821), französischer Feldherr und Politiker, Kaiser der Franzosen von 1804 - 1814/15

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